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# 150 - PSYCHISCH KRANKE ANGEHÖRIGE BEGLEITEN - Die wichtigsten Fehler, Tipps & Grenzen zwischen Mit-Leid und Fürsorge

Shownotes

👉 Die Geburtstagsaktion hat gestartet! Werde jetzt Teil von glücklich verbunden und nutze unseren Geburtstagsrabatt: Hier geht es zur Selbstwert- Membership!

🌿 glücklich verbunden – deine Selbstwert-Membership für Verbindung mit dir und anderen

Weniger Selbstkritik, Überanpassung und Stress – hin zu Selbstverbundenheit, Selbstmitgefühl, Achtsamkeit und liebevoller Selbstannahme. In einer tragenden Gemeinschaft übst du regelmäßig, das Gelernte wirklich in deinen Alltag zu bringen.


In dieser Folge wird es konkreter: Wir schauen auf einzelne Störungsbilder wie Depression, Angst und Panik, Zwänge, Sucht, Borderline und Schizophrenie — und darauf, was sie im Miteinander auslösen können.

Denn psychische Erkrankungen zeigen sich nicht nur „im Inneren“ einer Person, sondern oft auch im Beziehungsverhalten: im Rückzug, in Abhängigkeiten, in Kontrolle, Vermeidung, Konflikten oder Überforderung. Für Angehörige entsteht dabei schnell die Frage: Wie kann ich helfen, ohne mich selbst zu verlieren? Wie bleibe ich zugewandt, ohne dysfunktionale Muster zu verstärken? Und wo verläuft die Grenze zwischen Mitgefühl und Co-Abhängigkeit?

Wir sprechen darüber, warum Fürsorge nicht bedeuten muss, Verantwortung komplett zu übernehmen, warum Klarheit oft hilfreicher ist als Härte, und weshalb es wichtig ist, die betroffene Person ernst zu nehmen — aber die eigene Lebensführung nicht der Krankheit unterzuordnen.

Es geht um kleine, machbare Schritte, gesunde Grenzen, Geduld, Beziehungssicherheit und den Mut, auch unangenehme Wahrheiten auszuhalten. Eine Folge für alle, die lieben, unterstützen und begleiten möchten — ohne sich dabei selbst aus dem Blick zu verlieren. 📩 Wir bieten auch online Beratung/psychologisches Coaching an – schreib uns an gluecklichverkopft@outlook.de

Wenn dir die Folge gefällt, freuen wir uns sehr über eine Bewertung auf Apple Podcasts/iTunes oder Spotify.

Instagram: https://www.instagram.com/gluecklichverkopft/


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Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich willkommen bei Glücklich Verkopft,

00:00:05: dem Podcast mit drei Psychologinnen aus Köln und Berlin auf der Couch.

00:00:09: Hier kriegst du Input- und Inspirationen aus der Psychologie um dein Leben und dich selbst besser zu verstehen

00:00:16: und nebenbei noch glücklicher zu werden!

00:00:28: Und die Folge nehme ich zusammen auf mit Nora.

00:00:34: Nora ist Psychologin und Psychotherapeutin für tiefenpsychologische Psychotherapie, in den allerletzten Zügen von der Ausbildung bald auch abprobiert.

00:00:45: Für die heutige Folge haben wir uns ein Hörerwunsch vorgenommen.

00:00:50: Innerhalb unserer Selbstwertmembership Glücklich verbunden hat ein Hörer sich diese Frage gewünscht oder eine Folge zu diesem Thema gewünscht wie man Angehörige unterstützen kann, wenn die psychische Erkrankung

00:01:06: haben.

00:01:07: Und wir fanden das Thema mega spannend und nehmen das total gerne jetzt hiermit in die Folge auf!

00:01:13: Das ist auch etwas was wir immer mal wieder in dem Podcast aufnehmen.

00:01:17: Glücklich gefragt haben wir diese Rubrik genannt innerhalb unserer Selbstwertmembership wo wir dann die Fragen von unseren Members ein bisschen ausführlicher in Folgen beantworten.

00:01:27: Und wenn du von dir auch Selbstzweifel kennst oder einen Struggle mit deinem Selbstwert und gerne deinen Vertrauen in dich selbst und deine Verbindung zu dir selbst verstärken möchtest, und es dir vielleicht auch schwer fällt alleine dran zu bleiben.

00:01:40: Dann könnt ihr die Selbstweltmemberschub richtig gut zu dir passen!

00:01:44: Wenn du Lust hast das mal auszuprobieren dann laden wir dich ganz herzlich ein für die Aktion im Juni.

00:01:51: Im Juni wird nämlich glücklich verkauft sechs Jahre alt und das wollen wir gerne mit dir feiern.

00:01:56: Wir kommen mit die Grundschule.

00:01:59: Yay, einen Schulogen!

00:02:01: Sechs Jahre ist wirklich richtig krass oder?

00:02:04: Ich finde es richtig, richtig, richtig krass.

00:02:07: Also vor allem auch darauf bezogen dass wir uns ja auch kennen.

00:02:11: und da ganz spannend weil wir gerade per Zufall im Vorgespräch daraus kamen das wir uns schon zehn jahre kennen.

00:02:17: Weil wir vor zehn Jahren ungefähr Master waren Und ich finde das auch krass wo die Freundschaft zwischen uns drei überdauert hat mit Veränderungen.

00:02:29: Und das finde ich irgendwie ... Sechs Jahre überhaupt, wenn ich an Freundschaften denke, finde ich sechs Jahre schon lang für eine Freundschaft zum Beispiel.

00:02:34: Also es ist schon ne Zeit, die verschiedene Lebensphasen ein bisschen schon beinhaltet drin.

00:02:40: Das sind nicht krass und das dann auch beim Projekt, dass sie nicht krasses wie das auch geschafft haben so aufrecht zu erhalten?

00:02:47: Ja, vielleicht sind manche von euch ja auch schon solange dabei oder manche sind ganz neu dabei.

00:02:53: Und weil uns die sechs Jahre Podcast so freuen, wollen wir die Freude auch mit euch teilen.

00:02:58: und im Podcast Geburtstagsmonat Juni gibt es dafür eine besondere Aktion in der Membership.

00:03:06: Wenn du da einsteigst dann kannst du das für neunzwanzig statt neunvierzig Euro im Monat – monatlich kündbar!

00:03:14: Das ist eine total schöne Möglichkeit den Selbstwert in Community zu stärken.

00:03:19: Und das könnte vor allem spannend für dich sein, wenn du sagst, du möchtest mehr an Kontakt mit dir selber kommen.

00:03:26: Wenn du lernen möchtes dich selbst liebevoller zu halten und wenn du dich selbst als Erster verstehen möchtests vielleicht auch der Dinge die dir vielleicht ein bisschen unklarer sind dass sie vielleicht mehr dir mehr bewusst werden.

00:03:40: Wenn Du auch eine liebevolleren Zugang, eine liebevollere Verbindung mit Dir stärken möchteste Weil wir haben da ja jeden zweiten Mittwoch, gibt es Journaling mit Yesi.

00:03:51: Journalling hilft uns häufig auch so ein bisschen zu den unbewussteren Teilen von uns auch zu kommen.

00:03:57: also dass wir manchmal wenn wir freischreiben und auch freischreiben mit einem Timer das dann manchmal dann noch doch Stücke hochkommen die wir davor gar nicht so präsent hatten.

00:04:06: ich finde das immer... Ich bin jedes mal erstaunt!

00:04:09: Das war ganz andere Dinge gekommen als ich so vor meinem Kopf her in meinen Gedanken gesagt hätte Also das gibt's für Yesi Und mit mir gibt es jeden vierten Mittwoch eine geführte Imagination, auch mit Körperübungen verbunden.

00:04:23: Die wir mittlerweile auch hochladen falls du da nicht teilnehmen kannst in Person also die geführter Imagination wird hochgeladen.

00:04:29: Da gibt es jede Monat ganz andere Impulse und Imagination und imaginative Verfahren finde ich die Arbeiten auch auf einer tieferen Ebene.

00:04:40: Also ich bin total fasziniert auch immer noch wie viel wir doch mit solchen imaginativen Übungen, mit geführten angeleitenden Meditationen wie wir dann Zugang zu bestimmten Bereichen kriegen den, den wir auch so oft nicht haben und dass man auf einer sehr tiefen Ebene damit was verändern kann.

00:04:58: Und ich finde dabei auch noch wichtig die Membership ist jetzt nicht so gedacht das sie in einem Monat all deine Probleme löst sondern das Konzept ist ganz bewusst so ausgelegt dass es um langfristige Übung geht um einen Raum zu schaffen, einen Raum wahrzunehmen den du dir am Alltag nicht so häufig wahrnimmst.

00:05:16: Weil dann doch Stress kommen, weil dann doch Termine kommen mit anderen Sachen im Vordergrund stehen und dass du dir diesen Raum nimmst und dich immer wieder mit dir auseinandersetzen in diesem Setting.

00:05:26: Und eben geborgen in einer sehr freundlichen, sehr liebevollen, sehr wertschätzenden Community die wir haben.

00:05:32: Wo wir auch versuchen den Rahmen halten, den Rahmen zu stärken damit du auch weißt du bist nicht alleine mit deinen Themen sondern super viele kennen genau die gleichen Themen.

00:05:40: ja also Wir würden uns riesig freuen, falls du vielleicht gerade jetzt zum Podcast-Geburtstag das als Anlass im Sinne noch nicht dabei bist da reinzuschauen.

00:05:49: Und mit der Aktion Mitte neunzehnzig Euro ist es ja auch jeden Monat kündbar.

00:05:53: Das heißt, du kannst auch einen Monat reinschauen und das nächste Monat Kündigen.

00:05:57: Das ist durchaus möglich!

00:05:59: Ja wir freuen uns total wenn wir uns in dem Rahmen vielleicht kennenlernen oder wiedersehen und dieses schöne umfassende fundierte Angebot auch zur Selbstwertstärkung dich vielleicht anspricht.

00:06:11: Dann steigen wir inhaltlich an die Folge, oder?

00:06:15: Ja das finde ich eine richtig gute Idee!

00:06:17: Wie steigen wieder denn rein Jesse?

00:06:18: Ich habe kein Skript nicht vor mir...

00:06:21: Also wir haben die Folge so strukturiert dass wir erstmal schauen welche Herausforderungen können den auftreten wenn man Angehörige Partner-Partnerinnen, Familienmitglied oder enge Freundin von jemandem ist der eine psychische Erkrankung hat.

00:06:36: Dann wollen wir uns anschauen, wie verhalten wir uns als Angehörige typischerweise?

00:06:43: Und dann gibt es einen längeren Block zu konkreten Empfehlungen und Tipps.

00:06:48: Einmal was hilft und einmal auch was hilft nicht!

00:06:52: Da wollen wir auf verschiedene Störungsbilder ein bisschen genauer eingehen, die wir uns da so exemplarisch rausgesucht haben.

00:07:01: Welche Herausforderung fallen dir denn ein Nora Umgang mit psychischer Erkrankung, wenn man da als Angehörige damit zu tun hat?

00:07:10: Ja.

00:07:11: Ich glaube das sind Herausforderungen auf unheimlich vielen Ebenen und ich finde es auch wichtig, dass anzuerkennen.

00:07:20: Ich finde das sind einmal Herausforderungen die auf der Ebene ja die alles betreffen Wo wir empathisch sind, wo wir mitfühlen.

00:07:33: Wenn wir mit einer Person, weil die Angehöriger von uns ist oder auch Freundinnen, ganz eng sind und wo wir vielleicht auch Leben teilen.

00:07:42: Wo wir vielleicht ja energetisch was teilen, Energien teilen und psychische Erkrankungen immer Leid bedeuten.

00:07:51: Also psychischer Erkranken gehen mit Leidensdruck einher – Mit Leid!

00:07:55: Und indem wir mit Personen zusammenleben oder Leben teilen, in bestimmten Aspekten leben teilen.

00:08:02: Ja, kriegen wir auch Leid mit und Leidensdruck mit.

00:08:07: Und alleine das mitzukriegen.

00:08:10: Genauso bei körperlichen Erkrankungen.

00:08:11: Also genau einfach mitzukriegen dass eine Person erkrankt ist die entweder uns sehr am Herzen liegt oder auch einfach mit der wir verbunden sind auf einer Art und Weise.

00:08:23: Manche Verbindungen unterschiedlicher Natur.

00:08:26: Also Freunde, Freundinnen liegen uns vielleicht unheimlich am Herzen.

00:08:29: in familiären Beziehungen ist es ja auch manchmal so dass mancher die Beziehung auch schwierig und herausfordernd ist.

00:08:35: aber da noch mal eine familiäre Bindung da ist, die sich auch nie auflösen wird weil sie ist da oder auch dabei sagen wir mal eigenen Kindern die psychischer krank sind da hat man einfach ne Verantwortung.

00:08:46: Die Verantwortung ist immer da.

00:08:47: also das meine ich nochmal damit dass es da ganz unterschiedliche Arten von Beziehlingen gibt Wo man bei Freundschaften, wenn man vielleicht auch sagt okay da entfernt man sich.

00:08:55: Da kann man auch einfach raus.

00:08:56: Da ist wenig Verantwortung zum Beispiel oder Partner-Partnerschaft was glaube ich auch unheimlich herausfordert ist weil man so eng ist eine der engsten Beziehungen die wir haben abgesehen zu den unseren Kindern und da kriegt man viel Leid mit.

00:09:11: und das finde ich möchte ich an allererster Stelle erst mal sagen dass die Herausforderung ist einfach leid mitzukriegen

00:09:17: Ja ja voll dass ja auch was mit uns macht als Angehörige.

00:09:24: Also, das es natürlich auch eine Beeinflussung gibt voneinander innerhalb einer Beziehung wenn man sich eben auch aufeinander bezieht und vielleicht auch viel miteinander teilt.

00:09:33: Es kann auch herausfordernd sein, wenn sich etwas verändert also wenn ein Mensch so wie wir ihn kannten sich verändert und vielleicht ganz andere Verhaltensweisen zeigt oder plötzlich Dinge die man geteilt hat nicht mehr so miteinander funktionieren.

00:09:50: Vielleicht ist es auch schwer zu verstehen für uns als Angehörige und auch nicht so sichtbar, was vielleicht ein Unterschied sein kann zur nassichtbaren Erkrankung.

00:10:02: Wenn sich jemand das Bein bricht dann sehen wir und können wir einschätzen okay was kann die Person noch?

00:10:06: Was kann die Personen nicht wissen?

00:10:08: wie lange dauert das ungefähr?

00:10:09: und so weiter.

00:10:11: Und bei psychischen Erkranken weil sie eben oft unsichtbar von außen sind kann sich das auch wie so eine Barriere zwischen uns und der Person anfühlen.

00:10:21: Ist es wie ein drittes Puzzlestück, was plötzlich reinkommt und dann auch manchmal wieso zwischen der angehörigen Person und der erkrankten Person steht?

00:10:33: Und kann sich da manchmal an fühlen als kommt man gar nicht mehr so an die Person ran, wie man's vorher gewohnt war.

00:10:40: Das kann total frustrierend sein.

00:10:42: also können einfach ganz viele ... Gefühle auftreten, von Nicht-Verstehen.

00:10:46: Von Hilflosigkeit.

00:10:49: Wie du eben gesagt hast mit Leiden, Trauer ... Verzweiflung oder auch Ärgerwut?

00:10:55: Das kann ja auch etwas sein was uns als ungerecht vorkommt je nachdem was das für eine Erkrankung ist, was es für ein Schicksal ist.

00:11:03: Unmacht!

00:11:06: Ja, total.

00:11:08: und was ich jetzt auch noch mal wichtig finde ist, ich glaube das ist ein unheimlich wichtiger Punkt.

00:11:14: Drittes manchmal mit im Raum, was sozusagen zwischen ... Was in der Beziehung noch mit drin ist.

00:11:19: Und ich glaube da liegt auch eine der größten Schwierigkeiten dass man irgendwann die Beziehungen eher mit der Erkrankung führt als mit der Person.

00:11:28: zum Beispiel und da kommen wir später nochmal drauf zu sprechen.

00:11:32: Ich finde das es ein ganz wichtiger Punkt und das ist für mich einer der... Das ist auch das würde ich sagen wo sich sogar psychische Erkankungen dann nochmal von den körperlichen Erkranken unterscheiden Weil was ich eben meinte, dass man Anteil am Leid hat oder dass da etwas das Erlebensveränderung da sind.

00:11:47: Das finde ich bei Beidem der Fall und wo sich für mich noch mal psychische Erkrankungen von körperlichen unterscheiden und es vielleicht sogar nochmal herausfordern der machen, wobei das um unterschiedlich ist.

00:11:58: Aber wo es auf jeden Fall eine Herausforderung gibt, ist, dass viele psychischen Erkankungen die Beziehungsebene mit beinhalten.

00:12:09: Von auf allen therapeutischer Sicht kann man das so kommen wir gleich vielleicht auch nochmal zu ihr auch erklären.

00:12:13: Und in der tiefen psychologischen Sicht haben wir sowieso die Perspektive, dass die Beziehung eine unheimlich große Rolle spielt und wir gucken uns ja auch die Psychodynamik hinter Symptomen an und Psychodynamika findet immer auf beziehungsebene Stadt.

00:12:29: Es gibt auch die Aussage viele psychische Störungen sind Beziehungsstörungen also es Es findet oft eine Art von ... ja, Beeinträchtigung in der ganz normalen Interaktion sozusagen statt.

00:12:47: Und Beziehungen sind häufig erschwert oder wir leben durch die psychidynamische oder auch die systemische Perspektive, die sieht ja auch die Funktion hinter Symptomen und oft spielt da die Beziehung eine Rolle und das Beziehungsgestalten eine Rolle mit psychischen Erkrankungen.

00:13:08: Da gibt es ja häufig auch frühe Themen, die zu der Erkranke geführt haben also aus der Kindheit zum Beispiel, aus frühen Beziehung in der Kindheid, die sich dann in aktuellen Beziehungen wiederholen wo sie eigentlich gar nicht mehr hingehören.

00:13:20: und ich glaube das ist das Problem dass man manchmal bei psychischem Erkranken man kriegt als Angehöriger oder Personenfreund wie auch immer etwas ab was vielleicht eigentlich von ganz viel früher kommt was eigentlich gar an eingerichtet ist und man selber kriegt es dann ab.

00:13:35: sozusagen Das

00:13:36: finde ich super spannend.

00:13:38: Das macht auch total ... Ultraschwertend!

00:13:41: Ja, ich wollte ultra sagen.

00:13:42: Das find ich ultraschwerdend... Und das macht auch viel Sinn.

00:13:48: und gleichzeitig hatte ich so das Bedürfnis zu sagen und das ist aber glaube ich eher zu weitergerätet bis rausgekommen dass es nicht bedeutet die Schuld oder die Verantwortung liegt bei der Angehörigenperson weil das glaube ich auch eine Herausforderung sein kann dann viel vielleicht auch Schuld bei sich zu suchen oder vielleicht Verantwortung,

00:14:09: um

00:14:10: zu versuchen auch irgendwie eine Kontrolle über die Situation zu bekommen.

00:14:15: Und da aber auch ...

00:14:18: Nee so war es gar nicht gemeint.

00:14:21: Das wird dann auch voll klar, finde ich.

00:14:23: Aber ich wollte trotzdem noch mal betonen, weil das glaube ich auch eine Herausforderung sein kann wenn sich Angehörige fragen okay habe ich was falsch gemacht hätte ich irgendwas anders machen können und wenn dann da so eine Schuldkomponente auch mit reinkommt.

00:14:38: Und ne andere Herausforderung kann sein, wenn sich Rollen verändern also vielleicht wenn ne Partnerschaft die eigentlich auf Augenhöhe stattgefunden hat plötzlich mehr ja mehr kippt der einer vielleicht durch seine psychische Erkrankungen sich mehr zurückzieht der Andere mehr ne kümmernde Rolle kommt zum Beispiel oder ne versorgende Rolle und das vielleicht sich ein bisschen mehr wie ne Eltern-Kindbeziehung anfühlt als wirklich wie eine Beziehung auf Augenhöhe.

00:15:05: Das ist was, wo auch beide drunter leiden können und wo dann ja auch Aspekte der Beziehungen vielleicht nicht mehr so lebbar sind, wie sie halt vorher lebbar waren.

00:15:16: Was irgendwie Freude angeht, Lebendigkeit, Spontanität, Intimität... Ja da können ganz unterschiedliche Lebensbereiche betroffen sein und auch etwas sein, was ein Verlust ist der auch betraut werden darf und vielleicht aber wo sich auch einige Angehörige aus meiner Erfahrung, aus der Praxis manchmal auch diesen Raum gar nicht nehmen weil sie eben sofort in was Unterstützendes gehen wollen.

00:15:45: Und dann vielleicht auch wenig wenig Raum für sich für diese Verarbeitung lassen oder so für ihre eigenen Gefühle ihrer eigener eigene Rolle und die einfach ihren eigenen Raum verkleinern, um für die andere Person vielleicht auch da zu sein.

00:16:02: Ja ja und was mir auch noch mal ergänzend ist, zu dem was ich gesagt habe bei meiner Befürchtung war als ich gesprochen hab eher dass sich eine Person mit einer psychischen Erkrankung und das sind ja auch unheimlich viele und vielleicht auch viele Hörerinnen und Hörere finden sich da vielleicht wieder Dass man dann denken könnte Ich mache etwas falsch oder so.

00:16:22: Das war eher meine Sorge, dass wenn man das so hört Und da ist mir noch mal wichtig zu sagen, was ich auch meine mit... Es sind Erkrankungen die sich auf der Beziehungsebene auch mitspielen aus der tiefenpsychologischen Perspektive.

00:16:38: Man kann es ja auch mit der fallenden therapeutischen Brille sehen wo das vielleicht gar nicht so eine Rolle spielen muss.

00:16:42: aber auf der tiefensychologische Brille würde man das Symptom oft nicht immer aber oft als eine Kompromisslösung sehen.

00:16:50: zwischen verschiedenen Bedürfnissen Und Bedürfnis hat man ja in der Beziehung, also zwischen Nähe oder zwischen Autonomie, zwischen Versorgung oder zwischen Eigenständigkeit.

00:16:59: Zwischen Kontrolle und Sachen kontrollieren bestimmen wollen oder auch Kontrolle abgeben wollen.

00:17:04: Und das sind hier alles Bedürfe, die sich auf Beziehungs-Ebene abspielen, die mit Beziehungen zu tun haben.

00:17:10: Warum dann auch das Symptom etwas auf der Beziehungsebene macht?

00:17:14: Das war mir gerade nochmal wichtig zu formulieren.

00:17:18: Und dass ein Themen eben oft aus der frühen Kindheit kommen warum da diese Integration von diesen beiden Polen oft dann nicht so einfach fällt, warum wir das Symptom dann auch brauchen.

00:17:28: Aber das bedeutet, dass Symptoms macht was auf der Beziehungsebene.

00:17:31: Weil das Bedürfnisse sind die auf der beziehungsebene stattfinden.

00:17:34: Ja, das ist mir vom psychodynamischen Hintergrund immer wichtig zu sagen und es ist nichts, was wir bewusst machen sondern was auf einer ganz, ganz subtilen Ebene unbewusst stattfindet.

00:17:43: Und mir jetzt auch wichtig zu sein, dass das auch nicht alles Weil es gibt noch viele, viele Aspekte von psychischen Erkrankungen und psychischen Störungen.

00:17:51: Wo ich auch die Fallentherapie super hilfreich finde, warum's aufrechterhalten wird, welche anderen Auslöserbedingungen es noch geben kann.

00:18:00: Aber die Beziehungsebene ist eben aus psychodynamischer Perspektiven wichtiger Punkt.

00:18:03: Und deswegen bringe ich Sie hier in dieser Folge an weil Angehörige Personen kriegen das natürlich dann zu spüren.

00:18:09: Da zeigt sich ja auf jeden Fall ...

00:18:13: Und ich wollte gerade vorschlagen, Jessi.

00:18:15: Du hast ja gesagt wir hatten eigentlich vor, dass wir in Punkt zwei zu den typischen Verhaltensweisen kommen die Angehörige Personen haben.

00:18:21: und ich dachte vielleicht gehen wir über zum Punkt drei weil wir da auch auf hilfreiches und nicht hilfreiches Verhalten zu sprechen kommen.

00:18:29: Vielleicht können wir sogar beginnen einmal mit dem nicht hilfreichen Verhalten das wir damit starten.

00:18:35: was machen Angehöre Und welche Verhaltensweisen zeigt man vielleicht auch häufig, die vielleicht nicht hilfreich sind?

00:18:43: Ja.

00:18:44: Was sind so typische...typische eigentlich nicht hilfreiche Verhaltungsweisen aber auch typische Verhaltentweisen, die ganz ja auch versständlicherweise viele Angehörige dann oft machen?

00:18:53: Ja da ist mir auch nochmal wichtig zu sagen, wenn wir jetzt sagen Nicht-Hilfreiche-Verhaltenswesen das ist ja eine Bewertung, aber es ist total auch verständlich dass wir in dieses Verhalten auch rutschen oder manchmal eben einfach nicht besser wissen zu einem bestimmten Zeitpunkt.

00:19:09: Aber hier geht es eben darum, ja das für sich auch zu reflektieren und zu schauen okay vielleicht kann ich mein Verhalten auf bestimmten Ebenen anpassen dass es mir besser damit geht oder das ist auch vielleicht auch Partner-Partnerin oder Angehörigerperson vielleicht sogar auch dadurch besser gehen kann also auch da so eine gewisse Awareness zu schaffen was bei Angehöhringen häufig der Fall ist, dass da ganz viel Liebe und Fürsorge und auch Zuneigung da ist die erkrankte Person und dass da dann auch ein großer Leidensdruck bei der angehörigen Person entsteht.

00:19:43: Und das dann alles versucht wird, um der erkrankten Person zu helfen.

00:19:51: Und dass das manchmal auch über eigene Grenzen hinweg passiert, dass sich der Fokus so verschiebt, dass ich vielleicht auch das Blickfeld verschiebt Erkrankung der geliebten Personen einfach ganz, ganz viel Raum einnimmt.

00:20:10: Und das ist ja auch erstmal total verständlich und natürlich weil da so einen Wunsch da ist es der Person abzunehmen, es leichter zu machen.

00:20:20: Das kann in manchen Fällen aber nicht nur hilfreich sein und dass es zum Beispiel in Fällen wo vielleicht auch zuviel abgenommen wird also wo es vielleicht auch in Richtung einer Abhängigkeit gehen kann, wo sich eben wie ich es so angesprochen habe die Rollen so verändern oder wo die Angehörige Person dann vielleicht auch über ihre Grenzen geht dass sie am Ende selber Symptome entwickelt oder ganz erschöpft gereizt ist.

00:20:52: Weil ja weil eben die ganze Energie oder ganz viel Energie in das Managen der Erkrankung zum Beispiel geflossen.

00:21:03: Das ist so das Erste, was mir so einfällt.

00:21:05: Was fällt dir ein?

00:21:10: Ja ich würde sagen, ein typisches Verhalten kann auch sein dass man die Verantwortung für die Person dort übernimmt wo die Person sie eigentlich selber hat.

00:21:23: Das ist glaube ich ein unheimlich schwieriger Punkt auch weil bei einer körperlichen Erkrankung da ist es häufig viel klarer.

00:21:31: Also wenn eine Person jetzt ein gebrochenes Bein hat, dann kann sie nicht einkaufen gehen und ich gehe dann zu die Person einkauen.

00:21:38: Da ist die Person nicht in der Lage das selber zu erfüllen und deswegen mache ich das für die Person.

00:21:45: Und bei einer depressiven Person ist es glaube ich noch mal was ganz anderes!

00:21:49: Ich finde es deswegen auch einen ganz ... ja, ganz... Delikaten Punkt sag' ich mal.

00:21:55: und ich glaub', dass da so unheimlich viel Feingefühl gefragt oder vielleicht Feingespür wo man eine Verantwortung übernimmt für etwas, wofür die Person noch in der Lage ist, die Verantwortung zu tragen.

00:22:10: Und da verschimmen die Grenzen habe ich oft das Gefühl mit psychischen Erkrankungen und es passiert häufig nicht von heute auf morgen und es passiert aber häufig mit der Zeit.

00:22:20: Das ist häufig so etwas was sich ganz subtil einschleicht.

00:22:24: Und irgendwann ist man dann in der Rolle vielleicht in einer Paarbeziehung wo der eine Partner immer einkaufen geht, immer putzt.

00:22:31: Immer die Rechnungen macht, immer die Person erinnert jetzt doch noch irgendwie an die Arbeitsaufgabe zu denken oder noch die Jobbewerbung zu schreiben und die Person immer unselbstständiger wird.

00:22:43: also die erkrankte Person und vielleicht irgendwann gar nichts mehr macht.

00:22:46: Wo man sagen könnte, die ist da durchaus so in der Lage.

00:22:49: Die hat kein gebrochenes Bein sag ich mal.

00:22:53: Und das glaube ich jetzt tendenzwo Angehörige schnell reingehen Verantwortung zu übernehmen, wenn eine Person erkrankt.

00:23:00: Was erst mal normal ist?

00:23:00: Weil so machen wir es bei körperlichen Erkrankungen ja auch.

00:23:03: Eine Person ist erkranked und wir möchten helfen.

00:23:05: Wir helfen!

00:23:07: Bei Angsterkrankungen, einer Person vielleicht nicht mehr auto, okay dann fahre ich eben als Partner immer.

00:23:13: Oder bei Sucht ist das nochmal schwieriger weil ein Suchtdruck da ist die Person möchte konsumieren.

00:23:20: Was ist der Hilfe?

00:23:22: Ich gebe dem Suchtdrück zum Beispiel nach Was man vielleicht, wenn man gar nicht von der Sucht weiß.

00:23:26: Vielleicht auch erst mal macht oder auch bei Panik zum Beispiel.

00:23:32: Panik hat ja oft damit zu tun dass Menschen dann irgendetwas nicht mehr machen wollen.

00:23:36: Dann als sage ich mal Freund in Ordnung man sich unter und geht da mit der Person nicht mehr ins Kino sondern guckt nur noch ein Film zu Hause Oder man fährt mit der Person nicht mehr Bahn, sondern trifft sich nur noch bei der Person selbst und geht spazieren oder so.

00:23:52: Also man versucht Rücksicht zu nehmen und in gewisser Weise tendieren Angehörige dann dazu auch das eigene Leben der Krankheit unterzuordnen, dass eigene Verhalten der Krankheiten unterzuordnung.

00:24:07: Und das meine ich mit dem ganz wilde Karten Punkt weil es ist ja bei manchen Dingen wie einem gebrochenen Bein, dann ist es angebracht dass man sich vielleicht zu Hause trifft und nicht sagt, hey wir machen eine Fahrradtour.

00:24:20: Ja genau was denkst du zu dem Punkt Jesse?

00:24:22: Weil ich finde das ein unheimlich wichtiger und unheimlicher spannender Punkt.

00:24:26: Finde ich auch es ist auch so eine schwierige Balance und vielleicht auch wenn du das gerade hörst dann merkst du vielleicht bei dir ja auch so ein bisschen Widerstand weil Rücksicht zu nehmen oder helfen zu wollen hier auch total wertvoll und total schönes und einfach auch ein Zeichen von einer eng positiven Beziehung von der Zunagung sein kann.

00:24:47: Und was wir hier aber meinen ist, dass es in der gerade bei psychischen Erkrankungen auch so etwas Verfestigenes geben kann – was dann wenn zu viel abgenommen wird oder wenn eher vielleicht Ängste verstärkt werden durch Unterstützung der Vermeidung zum Beispiel?

00:25:08: Oder wenn in einer Depression Antriebslosigkeit verstärkt wird durch immer weniger Angebote oder immer weniger zu versuchen, auch die Person mal rauszuholen aus ihrem Rückzug.

00:25:25: Also vielleicht vermeintlich auch zu viel Verständnis oder zu viele Hilfe dann ist das in den Fällen tatsächlich keine Hilfe.

00:25:33: und das ist aber wichtig zu wissen weil ich glaube dass es auch so schwierig als angehörige personen zu entscheiden.

00:25:41: Ist das jetzt egoistisch, wenn ich vielleicht die Person mich bittet aus dem Urlaub wiederzukommen?

00:25:50: Weil sie gerade nicht alleine sein kann.

00:25:53: Ist es dann egoistische, wenn Ich sage hey Mir ist es gerade wichtig und ich glaube Es ist auch Nicht hilfreich Wenn Ich immer Wiederkomme oder ist Das Tatsächlich eine Verstärkung der Person?

00:26:05: Ich glaube ich muss es noch Mal sagen Ich glaube, es war jetzt ein bisschen verkehr.

00:26:10: Aber in welchen Situationen ist Rücksicht

00:26:13: hilfreich?

00:26:14: Und wann ist das eigentlich eine Verstärkung des Symptoms?

00:26:18: Auch zum Beispiel bei Zwang.

00:26:20: Das hatte ich vielleicht auch nur so eine klassische Situation, dass die ... Vielleicht meine Freundin ist aus dem Haus gegangen und fragt ob ich noch mal einen Foto schicken kann, dass der Herr doch wirklich aus ist oder so.

00:26:29: Und das mache ich dann vielleicht auch erst einmal.

00:26:32: Oder meine Freundinnen bittet mich, ob ich irgendwie meine Hände fünfmal waschen kann bevor ich das obschneide, weil einmalwaschen nicht reicht.

00:26:39: Und ich mach das dann, weil ich Rücksicht nehmen

00:26:41: möchte.".

00:26:42: Das dachte ich sind auch so ganz klassische Fälle, wo man selber mit in das Symptom einsteigt, ein bisschen.

00:26:49: Also sich auch das eigene Verhalten dem Symptomen anpasst, sag' ich mal und aber auch Rücksich nehmen möchte auf vielleicht die ... das Bedürfnis der Person in dem Moment?

00:27:00: Ja!

00:27:01: Ja, und genau.

00:27:02: Und bei Angst so zu vermeiden, dass die Person in eine Angst kommt... Genau!

00:27:06: ...und vielleicht sich da komplett anpassen immer dabei sein, wenn zum Beispiel Angst mit allein sein verknüpft ist, seine Pläne so anpassen das die Person nicht alleine sein muss.

00:27:19: Dafür muss man wissen, dass bei Angst tatsächlich dauerhafte Vermeidung die Angst eher verstärkt und deshalb therapeutisch auch verhaltenstherapeutisch guckt, wird okay.

00:27:30: Wo kann eine schrittweise Konfrontation oder auch Exposition mit der Angst stattfinden?

00:27:36: Und wenn wir als Angehörige das Mitvermeiden verstärkt, dass die Angst... Das ist überhaupt nicht die Absicht.

00:27:43: aber das kann dann eben passieren.

00:27:45: und es sind so unbewusste Verstärkungen und man spricht in der Psychologie von einem sekundären Krankheitsgewinn.

00:27:55: also vielleicht doch etwas positives, was die Person bekommt durch die Symptome.

00:28:02: Das macht sie nicht extra nass ist keine Simulation oder so.

00:28:07: das passiert eher unbewusst.

00:28:09: aber vielleicht wenn hinter der Angst zum Beispiel auch ein Bindungswunsch steckt und die Bindung wird dann dadurch erreicht dass die Angst quasi nur im Zaum gehalten wird wenn Partner-Partnerin immer dabei ist Dann ist das quasi ein sekundärer Krankheitsgewinn der Angst, dass da so eine Fürsorge und einen Kümmern stattfindet.

00:28:33: Und das macht es schwieriger an der Angst zu arbeiten die Angst zu reduzieren.

00:28:39: Ja ich finde das ja unheimlich spannend auch und da wäre meine Frage an dich nochmal weil das ja auch das Verhaltensdäraportische betrifft bei der Depression gibt's jetzt keine Angst.

00:28:49: Was spricht denn da dagegen, dass ich meinen Partner auch häufiger daran erinnere die Rechnung jetzt zu bezahlen oder dass ich meinem Partner vielleicht doch Dinge abnehme?

00:28:59: Weil der wenig Energie hat.

00:29:00: Oder zum Beispiel ... Die hat oft nicht, weil sie mit Depressionen zu tun hat, Energie aufzuräumen und... Ich räume dann doch eigentlich immer aus!

00:29:10: Und eigentlich bin aber doch ich das, der das häufig macht.

00:29:14: Also genau wo ist da die Verstärkung, dachte ich noch mal, ne?

00:29:17: Da geht's ja nicht um Angst.

00:29:20: Nee, bei Depressionen kann ja auch das Konzept von so einer erlernten Hilflosigkeit dahinter stecken.

00:29:28: Also dass ich das Gefühl habe, ich kann sowieso nichts bewirken und mir auch die Selbstwirksamkeit fehlt.

00:29:36: Und wenn die Menschen um mich herum mir dann alles abnehmen, gar keine Möglichkeit mehr ein Erfolgserlebnis zu haben oder irgendwas selber zu schaffen, wieder meine Selbstwirksamkeit zu spüren.

00:29:50: Das heißt auch bei einer Depression geht's verhaltenstherapeutisch eher um eine Aktivierung wider, um eine Verhaltensaktivierung und also eine Positivspirale langsam wieder in Gangen zu setzen.

00:30:02: Und dafür brauche ich aber auch die Möglichkeit schon auch den Anreiz.

00:30:07: und wenn mir das alles abgenommen wird ja dann hat es was versorgen es auch, das ist dann auch eine Bindung vielleicht die ich spüre.

00:30:18: Aber ich spüre dann nicht meine eigene Wirksamkeit oder meine eigene Kraft.

00:30:23: Das kommt mir da und meine Autonomie oder Selbstständigkeit Und das kann total wichtig sein zu merken okay Ich bin in einer depressiven Episode aber ich habe auch kleine Erfolgserlebnisse ich kann kleine Dinge schaffen diese kleinen Schritte sind da total wertvoll.

00:30:43: Ja, und im Bezug auf sehr kütteren Krankheitsgewinnen ist es dann ja auch so dass man dann ja lernt ich krieg jetzt Versorgung.

00:30:53: Also Versorgungen ist ja was Schönes!

00:30:55: Es ist für uns erstmal per se ein schönes Gefühl von.

00:30:59: Da ist jemand der fragt vielleicht nach Der fragt jetzt nochmal doppelt nach wie's mehr geht weil er weiß Ich bin gerade in der depressiven Episode Der hat jetzt vielleicht Sachen schon mal vorbereitet.

00:31:10: Vielleicht ist mein Partner dann besonders liebevoll und gibt sich besonders viel Mühe, also das ist ja an sich eine positive Verstärkung.

00:31:19: Und an sich sind das ja total schöne Dinge.

00:31:21: was daran ja problematisch ist die Koppelung von mir geht es schlecht und dann bekomme ich das.

00:31:27: Ich bin antriebslos und dann bekommen mich Zuwendungen.

00:31:31: Es nicht meine Sachen verledigen und dann interessiert sich jemandem kümmert sich Und das ist ja auch ein Lerneffekt und das finde ich auch noch mal wichtigen Punkt.

00:31:41: Was mir auch noch kam als nicht hilfreiches Verhalten, weil jetzt haben wir die eine Seite beleuchtet, fand ich von nicht-hilfreichem Verhalten oder von einem Verhalten was aber auch typisch ist und häufig vorkommt so diese Nachsicht sich kümmern, Rücksicht nehmen... Ich dachte es gibt noch ein anderes auch typisches Verhalten wo's dann hinkippen kann und dass uns dann eher versuchen zu kontrollieren Also versuchen zu, vielleicht auch zu sich zu bemühen.

00:32:07: Den anderen an dem anderen zu ziehen.

00:32:09: Also gefühlt ist das eine, vielleicht so den anderen in Watte packen ein bisschen und den anderen so ganz vorsichtig behandeln... Und das andere ist dann okay!

00:32:17: Jetzt ziehe ich und ich will den anderen versuchen zu verändern also zum Beispiel auch mit Zwang dass ich dann sage ne du darfst jetzt auf keinen Fall hier noch mal rein wir kontrollieren nicht den Herd jetzt geh auf jeden fall raus.

00:32:28: man wird vielleicht auch super wütend.

00:32:30: oder bei Angst was man sagt jetzt stell dich nicht an Wo ist denn dein Problem, warum kriegst du es nicht hin?

00:32:36: Oder jetzt bei Depressionen, dass man sagt so und jetzt macht die Sachen.

00:32:39: Und man sagt vielleicht so, du kannst das, man wird irgendwie wütend, man fordert, man macht gleich auch Vorwürfe.

00:32:45: Da dachte ich so, das ist das andere was glaube ich auch typisch ist.

00:32:48: Man wird hart, man versucht zu kontrollieren, das was man nicht kontrollieren kann.

00:32:55: Ja ja, ich glaube auch beides kommt vor.

00:33:00: Da ist vielleicht viel auch von den eigenen Gefühlen da.

00:33:04: Von dieser Frustration, Hilflosigkeit, Wut und... Da isst man mehr so bei seinem Gefühl vielleicht?

00:33:13: Und bei dem anderen ist man vielleicht sehr mit der Gefühl der anderen Person verbunden, kam mir gerade so.

00:33:19: Also dass man vielleicht ... sehr dabei wie kann ich den anderen jetzt unterstützen und bei dem es das Meer vielleicht auch ein dem eigenen Gefühl Raum geben, oder?

00:33:32: Ja und ich dachte für mich jetzt ist es ein die Hilflosigkeit, die davor da ist.

00:33:38: Und das ausgeliefert sein was davor Da ist oder auch dass Das macht volle was ja auch in so Symptomen stecken kann Dass man das nicht aushalten Kann oder will mehr.

00:33:49: und dann geht man in diese in den Versuch der Kontrolle durch Härte Oder Durch Strafe oder durch pushen Übermotivation.

00:34:00: Also das dachte ich, also für mich ist es eher ein ... die Hilflosigkeit oder das Ausgeliefertsein nicht aushalten können und dann damit reagieren.

00:34:09: Ja ja, das macht Sinn!

00:34:12: Was auch passieren kann, dass vielleicht so eine therapeutische Rolle eingenommen wird, was auch einen Verhalten ist, was verständlicherweise vorkommt, was aber auch viele Nachteile hat weil es eben auch Rollen verändert und Dynamiken verändert.

00:34:34: Und vielleicht auch manchmal die ja, vielleicht auch eigene Themen von der angehörigen Person berührt sich da irgendwie verantwortlich für die Stimmung der anderen Personen zu fühlen zum Beispiel oder was du eben meintest den anderen vielleicht auch kontrollieren zu müssen um selber ein Gefühl von Kontrolle zu haben also wo so eigene Bedürfnisse oder eigene Themen auch so reinkommen.

00:35:00: Und du hast es ebenso schön gesagt, den eigenen Anteil zu versuchen im anderen zu heilen.

00:35:07: Magst du mal erklären was du damit gemeint hast?

00:35:10: Das finde ich auch ein spannender Aspekt.

00:35:13: Genau das hatte ich im Vorgespräch gesagt und ich habe da auch an Beispiele aus meiner Arbeit gedacht dass viele von uns kennen einen inneren Schmerz und wir alle kompensieren den unterschiedlich.

00:35:29: Und es kann durchaus sein, dass auch eine Person oder ich als Partner-Partnerin, auch wenn ich sehr leistungsfähig bin, mich auch einen inneren Schmerz kenne oder auch ein verletzten innerer Kinderteil in mir habe und das sich dann da etwas im anderen wieder erkenne und das ich sozusagen indem ich dem Anderen dann helfe, den andern versuche davon zu überzeugen, dass es doch irgendwie geht.

00:35:54: Dass es vorangeht, dass er vielleicht auch nicht alleine mit etwas ist, ne?

00:35:58: Dass ich da einen eigenen inneren, vielleicht auch einsamen Anteil verletzten Anteil hilflosen Anteil... Also das sich dann ein eigenes innere verletztes Kind sozusagen meinen eigenen Anteil im anderen Versuch zu heilen indem ich da was wiedererkenne, was ich aus mir kenne und wo ich dann aber was machen kann weil's ist ja im Außen also kann ich im außen was machen.

00:36:19: Ich glaube, das ist bei einigen Menschen kann das so sein.

00:36:22: Gerade wenn man... Also ich habe das Gefühl, dass erkennt man auch weil gerade wenn man nicht loslassen möchte obwohl man eigentlich weiß es ist jetzt eigentlich das was ich mache ist eigentlich nicht richtig dann hab ich den Eindruck hat es oft mit sowas zu tun.

00:36:36: Wenn mal eben sowas wie eigene Grenzen wirklich nicht schafft und hinkriegt

00:36:40: oder vielleicht mit einer sehr hohen Emotionalität dabei ist oder sehr abhängig davon,

00:36:47: dass jetzt

00:36:47: auch wirklich eine Veränderung stattfindet.

00:36:49: Oder das das jetzt fruchtet?

00:36:53: Ja und zum Thema nicht hilfreichem Verhalten wo wir ja noch nicht so gesprochen haben drüber Ist das Thema Koabhängigkeit?

00:37:01: Das ist uns ja auch beim Vorgespräch.

00:37:03: Wir haben tatsächlich erst überlegt, ob wir für Sorge vs.

00:37:06: Koabhängigkeit die Folge nennen.

00:37:08: Hier haben wir es doch dagegen entchehen, weil wir auch dachten, dass trifft nicht alles und gerade bei dem Thema Sucht- und Suchterkrankungen ist Koabhangigkeit dabei ein riesen Riesenpunkt.

00:37:22: Was ist denn da koabhängiges Verhalten, Yesi?

00:37:25: Also heißt KoabHängigkeit, dass ich mittrinke?

00:37:31: Mit Coabhängigkeit ist gemeint, dass ich die Sucht der anderen Personen verstärke und mittrage.

00:37:40: Also das mein Verhalten auch so zur Aufrechterhaltung von süchtigen Verhaltensweisen dazu beiträgt.

00:37:49: Damit kann zum Beispiel gemeint sein, dass sich vielleicht wenn die Person Suchdruck hat auch die Substanz besorge Ja, Dinge nicht konfrontiere die mich eigentlich stören oder belasten sondern vielleicht damit in so ein Konstrukt von ist eigentlich gar nicht so schlimm.

00:38:10: Wir spielen das runter es gibt eigentlich kein Problem.

00:38:12: somit Einsteige also so Teil dieses Sucht-Systems eigentlich werde und vielleicht auch Folgen vertusche vielleicht ja dass nach außen hin mit Runterspiele Teil der Aufrechterhaltung bin und vielleicht auch Konsequenzen, die eigentlich notwendig wären.

00:38:36: Nichts

00:38:36: hier Sondern ja vielleicht für mich eigentlich Grenzen spüre Spürers wäre wichtig Vielleicht ein ultimatum zu stellen und auch danach zu handeln oder von einer Person zu fordern sich auch in Behandlung zu begeben Und ansonsten auch wirklich Schritte Konsequent umzusetzen und da aber nicht in dieses Umsetzen zu gehen, das wäre ja Unterstützung der Sucht.

00:39:06: Ja total!

00:39:07: Und ich dachte auch nochmal abhängigkeit ist ja häufig auch Unfreiheit.

00:39:13: und ich dachte daran merkt man es noch mal wenn ich den Eindruck habe Ich kann nicht mehr frei entscheiden obwohl ich vielleicht eigentlich will Aber ich kann nicht.

00:39:24: Und dann, glaube ich, hat man das oft mit Co-Abhängigkeit zu tun.

00:39:28: Wie du sagst, ich habe vielleicht angedroht okay... Ich werde vielleicht das irgendwie Taschengeld kürzen wenn du weiter das und das machst oder das Elternteil und dann macht man es aber doch nicht weil man das irgendwie vielleicht dann ja nicht einhalten kann.

00:39:46: Vielleicht jetzt auch nochmal ein komplexes Beispiel dachte ich gerade ist auch vielleicht nicht das Beste Aber auch so was wie man lebt zusammen mit einem Partner Es geht einem richtig schlecht in der gemeinsamen Wohnung und man sagt, wenn das wieder Auftritt des Verhalten ist, dann möchte ich getrennte Wohnungen haben.

00:40:00: Muss ja gar nicht Trennung bedeuten, aber vielleicht getrennete Wohnungen zu haben.

00:40:03: Und das macht man auch nicht, obwohl man es angedroht hat oder ultimatum schon gesetzt hat.

00:40:08: Also bei allem wo man eine innere Unfreiheit hat und nicht mehr frei entscheiden kann und nicht nach sich entscheiden kann.

00:40:16: Heißt nicht dass man's machen muss?

00:40:17: Man muss nicht immer nach sich entscheiden!

00:40:19: Aber man sollte die innere Freiheit haben... das machen zu können.

00:40:27: Ja, was wäre bei einer Persönlichkeitsstörung wie zum Beispiel eine Borderline nach dem Borderline-Typ?

00:40:35: Was wäre da nicht hilfreiches Verhalten, was aber trotzdem voll oft ja wo eigentlich Angehörige sich super oft drin wiederfinden?

00:40:45: Das sind auch wieder ein sehr komplexes Spielthema mit dem ich auch noch nicht so oft so in der Praxispraxis zu tun habe oder hatte.

00:40:56: Und ich glaube, da ist häufig ja ein Problem, dass das sehr viel auf der Beziehungsebene stattfinden kann und auch oft mit einem... Also sehr viel Druck ausgeübt wird, auch durch die Erkrankungen auf die Bezugspersonen.

00:41:13: Dass ich mich in der Bezugspersonrolle sehr häufig in einem akuten Handlungsdruck befinde – Ich muss jetzt sofort was machen!

00:41:19: Ich muss mein Waldnetz ganz stark anpassen.

00:41:21: Ich muss jetzt sofort das Bedürfnis der anderen Person erfüllen, ansonsten passiert was Schlimmes.

00:41:25: Also ich glaube in einem sehr hohen Druck... also bei Bezugspersonen von Menschen mit Borderline-Erkrankungen finden sich sehr häufig wahrscheinlich in hohen Drucksituationen wieder.

00:41:35: In Situationen wo sie das und das machen müssen, dass sie das nicht machen dürfen nach der Stimmung der anderen Person vielleicht richten müssen, oder auch ganz oft in Sorge sind das was passieren könnte.

00:41:47: Oder so wenn sie das machen oder nicht machen und ich glaube dass es auch ein sehr schwieriges Thema ist.

00:41:53: Ich bin auch offen wenn du dann noch Ergänzung zu hast und ich würde sagen dass da Grenzen als Bezugsperson umso wichtiger sind also dass es da auch eher aufrechter erhalten sein kann diesen Druck immer zu entsprechen und dass es unheimlich wichtig ist, Grenzen zu haben.

00:42:13: Und gleichzeitig wahrscheinlich aber auch vor allem wenn man sich für die Beziehung entscheidet und das Personen sind, die am Herzen und wichtig sind, gleichzeitig eine vielleicht liebevolle Grundhaltung kommunizieren kann oder liebevoll Grenzen setzen kann.

00:42:29: Ja, aber ich glaube, das ist auch noch mal ne ganz schwierige Situation.

00:42:32: Hast du da noch Ergänzung?

00:42:33: Vielleicht hast du doch mehr mitzutun gehabt als ich bisher?

00:42:37: Also... Es ist ja im in Abgrenzung auch zu den anderen psychischen Erkrankungen, über die wir jetzt gesprochen haben.

00:42:45: Eine sogenannte Persönlichkeitsstörung.

00:42:47: Das heißt auch etwas wo man sagt das ist relativ stabil.

00:42:55: Wo man normalerweise sagen würde dass entsteht nicht irgendwie im erwachsenen Alter groß sondern das ist was wo es Muster häufig seit der Kindheit gibt und wo es darum geht Bedürfnisse zu erfüllen Und Strategien dafür da sind, genau Sachs hat ganz viel zu Persönlichkeitsstörungen gemacht.

00:43:16: Dass es wie so eine Spielebene gibt auf der Betroffene dann unterwegs sind und dann versuchen darüber vielleicht Zuwendung zu bekommen durch starke Emotionalisierung mit dem Mund einfach starke Reaktionen auch entgegenüber auszulösen.

00:43:33: Da zu schauen okay was ist denn die Vielleicht Spielebene und was ist das darunterliegende Bedürfnis?

00:43:44: Und wie kann ich vielleicht auch bei Verhaltensweisen, die für mich grenzüberschreitend sind, Grenzen setzen.

00:43:51: Aber trotzdem Nähewünsche von der Person verstehen und darauf eingehen.

00:43:57: Also ein bisschen dieses Verhalten

00:43:59: in

00:44:01: problematischen Situationen zu trennen und vielleicht auch so sagen.

00:44:04: Das möchte ich nicht oder ich wünsche mir etwas anderes Aber gleichzeitig eine Zuneigung auch zu zeigen oder auch eine Not darin auch zu sehen.

00:44:15: Das ist schwerfällt, dieses Bedürfnis anders umzusetzen.

00:44:18: Wir gucken ja im nächsten Teil dann drauf was kann helfen?

00:44:24: Vielleicht da könnte es auch total hilfreich sein sich ein bisschen einzulesen vielleicht auch wenn es Therapie-Sitzungen gibt mal bei Therapiesitzung dabei zu sein Und vielleicht auch zusammen zu überlegen, vielleicht auch im Team zu überlegen.

00:44:38: Okay wie gehen wir mit solchen Momenten um wo es kippt und wo es so problematisches vielleicht sehr impulsives oder verletzendes Verhalten gibt?

00:44:48: Was hilft uns da

00:44:49: beidem?".

00:44:51: gerade da und wenn wir auch von Persönlichkeitsstörungen sprechen, die wirklich ja auch mehrere Ebenen im Leben beeinflussen.

00:45:02: Und tiefgreifenden Einfluss haben können auf die Art und Weise wie man lebt dass ich es umso wichtiger finde noch mal welche Art von Beziehung das ist.

00:45:12: Wir reden ja von einer emotionalen hohen Instabilität und für mich macht es dann nochmal einen Unterschied ob da zum Beispiel eine sehr gute Freundin die mir unheimlich im Herzen liegt habe mit starker emotionaler Instabilität zu tun hat oder starke impulsiven Verhalten.

00:45:28: Oder ob das ja schon meine Mutter ist, die damit zu tun hatte?

00:45:31: Das ist mir gerade nochmal ganz wichtig zu sagen weil grade bei so Mutter-Kind Beziehung wenn man älternteiler hat, die Damit zu tun haben dann isst man häufig eh in so einem ich weiß gar nicht wie man es beschreibt aber so ein.

00:45:43: Ich will irgendwie Liebe bekommen!

00:45:45: Ich will alles richtig machen drin und ich glaube da zum Beispiel ist ganz ganz häufig Abgrenzung noch mal wichtiger als sich versuchen, richtig zu verhalten.

00:45:53: Weil das auch ein ... um die Ecke dann doch die Liebe bekommen sein

00:45:57: kann.".

00:45:58: Das ist mir noch mal ganz wichtig zu sagen.

00:46:00: Gerade wenn es um so Eltern-Kindbeziehungen geht?

00:46:04: Mhm!

00:46:04: Ja, stimmt tatsächlich an die Konstellationen.

00:46:08: Das Kind is' Angehörige und die Eltern sind erkrankt.

00:46:10: Habe ich bis jetzt gar nicht so gedacht.

00:46:12: Ich hab's mehr auf Beziehungen, auf Augenhöhe bezogen.

00:46:19: Wenn die Eltern oder einen Elternteil erkrankt, dann kannst du auch noch mal paar Rentifizierungen zum Beispiel kommen.

00:46:25: Also zu dieser starken Verantwortungsübernahme generell, also generell wenn ein Elternteil psychisch erkrankт wird das erschwert dann ja nochmal diese Rollen weil die sich ja dann komplett umkehren, da weiß ich nicht nur von Augenhöhe zu einem Kippen kommen kann sondern zu einer Hundert-Achzig Grad Drehung und genau dass alles noch mal, nochmal schwieriger machen kann.

00:46:52: Ja voll!

00:46:53: Gut, dass wir da nochmal drüber sprechen weil ich dachte auch gerade bei Depressionen wenn ich ein Eltern höre was depressiv ist dann es ist ja.

00:46:59: also ich glaube ja da ist es umso wichtiger nochmal mehr für sich selber gut zu sorgen und eher in die Abgrenzung reinzugehen.

00:47:06: Und auch noch mal, weil wir immer das Bedürfnis als Kind haben – und ich meine jetzt gar nicht kindkind sondern es können ja auch junge Erwachsene sein, die eben Eltern haben -, dass sie immer das bedürfnet haben doch irgendwie Liebe der Bezugsperson zu bekommen oder zumindest irgendwie den Zugstatt dem uns als Kind gewünscht hätten, dass die Person vielleicht in der Lage ist Verantwortung zu übernehmen oder was auch immer, denen zu bekommen und dafür anstrengen.

00:47:28: Und umso wichtiger ist es vielleicht dann nicht, in dieses Muster zu gehen.

00:47:32: Das ist mir noch mal wichtig zu sagen und viel wichtiger als wenn wir von meiner Partnerschaft reden wo man sich bewusst für den Partner entscheidet und eben die psychische Krankung auch mit im Boot ist.

00:47:42: und von beiden Seiten die eine Augenhöhe besteht und der bewusste Wunsch die Beziehung gemeinsam führen zu wollen das ist ja nochmal ein ganz andere Frage.

00:47:51: von wie gehe ich damit um?

00:47:53: Finde ich auch, ja und von Verantwortung.

00:47:56: Was ist auch ein angemessenes Maß für einen anderen Menschen?

00:47:59: Kann sich unterscheiden?

00:48:02: Genau!

00:48:03: Ja wir haben ja jetzt schon ein bisschen angeteasert was hilfreich ist und wir haben jetzt auch gemerkt das es schon so ausführlich weil wir auch immer... Wir sind ja auch bemüht dass irgendwie auch ausführlicht zu machen müssen.

00:48:15: Es wird dann doch mal länger als wir wollen.

00:48:16: aber weil wir so viele Ideen oder Praxisbeispiele haben Und wir haben daher gedacht, dass wir jetzt doch die Folge aufteilen in zwei Teile.

00:48:23: Dass wir es erst mal hier dabei belasten und das wir im zweiten Teil dann nochmal ganz konkret darauf eingehen von einer ganz positiven konstruktiven optimistischen Perspektive was ist hilfreiches Verhalten?

00:48:38: Und auch von der konkreten Perspektiv

00:48:40: und auch realistisch.

00:48:41: trotzdem

00:48:42: genau ja

00:48:43: Ja Wir freuen uns wenn ihr für den zweiten teil wieder einschaltet Und vielleicht sehen wir uns ja im Geburtstagsmonat oder generell in der Selbstwertmembership.

00:48:54: Bis zum nächsten Mal!

00:48:56: Bis dahin, tschüss!

00:48:58: Vielen Dank, dass du dir diese Folge angehört hast.

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00:49:35: Wir hören uns bis zum nächsten Mal.

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