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# 165 - VERGLEICHE (1/2) - Warum wir uns ständig vergleichen und wie du damit aufhörst

Shownotes

Warum vergleichen wir uns ständig mit anderen, wann vergleichen wir uns besonders stark und unter welchen Umständen tut es gut und nicht gut?

In dieser Folge erfährst du von Jessi und Nora, warum Vergleiche aus psychologischer Sicht ein ganz natürlicher Teil unseres Menschseins sind, wie ein Muster, sich besonders viel zu vergleichen entsteht, weshalb Vergleichen besonders in unsicheren Lebensphasen zunehmen und wie sie mit Selbstwert, Neid und innerer Sicherheit zusammenhängen.

Wir sprechen darüber, wie Social Media Vergleiche verstärkt, was Neid über unsere unerfüllten Wünsche verraten kann und wie du Vergleiche künftig als Orientierung statt als Urteil über deinen Wert nutzen kannst.

In der zweiten Folge geht es ganz konkret um Tipps, Übungen und Schritte hin zu weniger Vergleichen.

Was dich in dieser Folge erwartet:

  • Warum unser Gehirn ständig vergleicht
  • Die Psychologie hinter Selbstwert und Vergleichen
  • Aufwärts- und Abwärtsvergleiche verstehen
  • Warum Social Media Selbstzweifel verstärken kann
  • Was Neid dir über deine Bedürfnisse verrät
  • Wie du aufhörst, deinen Wert an anderen zu messen

Eine Folge für alle, die sich manchmal fragen: Warum scheinen die anderen weiter zu sein als ich?

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Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich willkommen bei Glücklich Verkopft,

00:00:05: dem Podcast mit drei Psychologen aus Köln und Berlin auf der Couch.

00:00:09: Hier kriegst du Input- und Inspiration von der Psychologie um dein Leben und dich selbst besser zu verstehen

00:00:16: und nebenbei noch glücklicher zu werden.

00:00:21: Hallo!

00:00:23: Hallo Nora

00:00:24: Hallo Yesi

00:00:26: Hallo an alle die Zuhören.

00:00:27: Wir probieren uns mal mit einem neuen Start.

00:00:30: Nach sechs Jahren haben wir überlegt vielleicht starten wir mal ohne unseren Standardspruch rein und gehen stattdessen direkt ins Gespräch.

00:00:39: Schön Nora, dass wir heute eine Folge zum Thema Vergleichen machen!

00:00:43: Ich freue mich sehr.

00:00:44: ich fand unser Vorgespräch schon super spannend und der Themenwunsch kam aus unserer Hörerschaft.

00:00:50: ein Hörerin hat sich eine Folge Zum thema vergleichen gewünscht Und die diese Idee haben wir total gerne aufgegriffen.

00:00:57: und wenn du nach der Folge denkst Du würdest gerne noch tiefer gehen Dann schau gerne mal in unserer Selbstzeit-Membership, denn da hat Wiebke noch eine Bonusfolge auch zum Thema Vergleichen gemacht.

00:01:08: Noch mal praktischer!

00:01:10: Ja und vielleicht kannst du dich erstmal selber fragen ob Du das Thema Vergleiche kennst?

00:01:17: Und vielleicht magst Du auch einen Kurzmoment innehalten und mal reflektieren wo wann und in welcher Situation Du Dich zuletzt verglichen hast mit jemandem Und was hat das mit dir gemacht?

00:01:35: Und was für Situationen kommen die da jetzt in den Sinn.

00:01:38: Max, kannst du auch kurz pausieren... ...für dich einmal reflektieren und dann zurückkommen!

00:01:44: Ja weil das kennen wahrscheinlich ganz viele von uns dass wir uns ständig vergleichen.

00:01:52: Jesse wo hast Du Dich das letzte mal denn verglichen?

00:01:55: oder was fallen die da so für Beispiele ein wo Du DICH vielleicht auch manchmal vergleichst in welchen Bereichen?

00:02:02: Als ich heute für die Folge recherchierte, habe ich das auch überlegt und mir kam ja eine Situation, die gar nicht lange her ist.

00:02:10: Da war ich im Fitnessstudio und ich gehe noch nicht lange und auch nicht oft zum Fitnessstudium Und dann war ich in der einen Übung und es ging um Gewichte und ich hatte so ein ganz kleines Gewicht und um mich herum ist auch ein Fitnessstudios, wo sehr viele sehr trainierte Menschen sind und alle außer mir hatten so richtig große Gewichte.

00:02:31: Und in dem Moment musste ich wirklich so innerlich mit mir sprechen und mir sagen, ist es okay dass ich gerade hier dieses kleine Gewicht habe.

00:02:39: Ja da bin ich auf jeden Fall in so ein Vergleich rein gerutscht und ja hab versucht mir dann selber wieder ein bisschen Perspektive zu geben das sich das ja grade erst übe und nicht diese super schwere Gewichte nehmen muss.

00:02:52: Nora wann hast du dich denn zuletzt verglichen?

00:02:56: Du hast mich doch vor einem Vorgespräch schon gefragt.

00:02:58: Ich würde auch ganz spannend darüber nachzudenken.

00:03:01: Ich glaube, tatsächlich heute – das hatte ich dir vorhin ja schon in unserem kurzen Austausch vor der Aufnahme erzählt – hat dich eine Gruppensupervision und ich fand die Supervisoren total inspirierend.

00:03:15: Und war total beeindruckt von ihr!

00:03:17: Und hab da gemerkt dass ich mich in der Situation unbewusst auch mit ihr verglichen habe Und auch er gedacht hat, boah krass die hat so viel Wissen.

00:03:25: Die hat eine starke Intuition und hatte auch eher eine Bewunderung zum Gefühl von beeindruckt sein.

00:03:33: Das fällt mir dazu ein.

00:03:34: Ja das kann ja ganz viele unterschiedliche Auslöser geben.

00:03:38: wenn du das gerade für dich reflektiert hast.

00:03:39: vielleicht bist du bei den sozialen Medien hängen geblieben bei Instagram oder LinkedIn wo du dich schon mal vergleichen hast.

00:03:48: Ja, sozialen Treffen bei einer Hochzeit.

00:03:51: Bei den Klassentreffen wo man dann vielleicht manchmal in einen Vergleichen kommt gewollt oder ungewollt und dann das eigene Leben plötzlich in diesem Vergleich gar nicht mehr so gut abschneidet.

00:04:02: Und vielleicht kennst du auch Gedanken wie warum bin ich nicht soweit?

00:04:06: Oder warum hat sie das was ich mir wünsche und ich habe es nicht?

00:04:10: Oder Warum haben alle anderen ihr Leben irgendwie besser im Griff?

00:04:16: kennst du das, dass du da wie so ein Gefühl von einer inneren Bewertungskale hast?

00:04:20: Da auch vielleicht mal mehr oder weniger reinrutscht.

00:04:24: Vielleicht auch abhängig von der Lebensphase und das ist auf jeden Fall etwas was im Alltag ganz viel passiert, was uns als Psychotherapeutin natürlich auch bei Patientinnen und Patienten viel begegnet Und was deshalb auf jeden fall wert ist da genauer hinzuschauen.

00:04:39: Warum machen wir es eigentlich mit dem vergleichen?

00:04:42: Bei welcher Prägung liegt das vielleicht auch nochmal besonders nahe.

00:04:46: Welche Gründe kann das haben, wenn du dich ganz besonders viel vergleichst?

00:04:50: Welche Formen von Vergleichen gibt es und was kannst Du auch tun, wenn Du merkst, Du vergleichest Dich viel und das tut Dir aktuell nicht so gut!

00:04:58: Da haben wir auch einige psychologische und psychotherapeutische Tipps für Dich mit in die Folge gepackt.

00:05:05: Ja, und ich finde auch noch mal was du auch sagst, ihr seht das dachte ich ist vielleicht echt nochmal wichtig.

00:05:10: Ich glaube es geht gerade in diesem Bereich zwischen Ende zwanzig Mitte dreißig dass das eine Phase ist wo die Leben manchmal so unterschiedlich aussehen vor allem im Vergleich zu vielleicht Zeit nach dem Studium oder nach der Schule oder in Ausbildungssituationen wo es manchmal noch ähnlich ist Und grade dann glaube ich auch beim falsche Klassentreffen oder auf einer Hochzeit, wo man auf einmal Freunde widersieht.

00:05:34: Die man auch zuletzt in der Schule gesehen hat.

00:05:36: Ich glaub da passiert ja auch das was wir im Alltag gar nicht so oft haben Wir sind auf einmal mit Menschen zusammen die vielleicht aus einer ganz anderen Gruppe oder Kreis mittlerweile sind und ein ganz anderes Leben führen Und mit denen wir aber vielleicht zehn Jahre zuvor ein ganz ähnliches Leben geführt haben.

00:05:51: Und zehn jahre zuvor war man sich vielleicht ganz ganz ähnlich.

00:05:55: Das ist ja auch etwas wo ihr vielleicht noch gleich zu kommen dass man sich tendenziell automatisch mit Leuten vergleicht die einem ähnlich sind.

00:06:01: Und was aber dann passiert beim Klassentreffen, dass man mit Leuten zusammenkommt, mit dem man vielleicht gar keine Übersteilungspunkte mehr hat?

00:06:07: Aber mal ähnlich war und dann wird dieser Gap so bewusst.

00:06:12: Dann merkt man auf einmal krass die haben vielleicht Kinder- und Familie oder die sind ... haben jetzt eine Weltreise gemacht Oder die sind Führungsposition im Job oder was auch immer.

00:06:21: Da glaube ich sehr stark in so einen Vergleichen kommt.

00:06:23: Das dachte ich wollte ich noch mal so mitgeben um das nochmal verständlich zu machen Warum es uns vor allem in diesem Alltag glaube ich oft so geht gerade in diesen Konstellationen, wo man Menschen zusammenkommt mit denen man sonst im Alter vielleicht gar nicht so über Schneidungspunkt hätte.

00:06:36: Aber vielleicht irgendwann mal hatte.

00:06:38: Spannend.

00:06:39: Ja, das finde ich ein spannenden Gedanken.

00:06:40: und gleichzeitig bei einem Klassentreffen da kommen ja noch viele andere Faktoren wie dass man nur einen sehr eingeschreckten Einblick in das Leben einer Person bekommt.

00:06:48: die paar Minuten, die man vielleicht mit der redet und die Highlights, die die vielleicht erzählt.

00:06:52: Vielleicht auch Vergleicher mit Social Media, mit so nem kuratierten Bild was jemand von sich dann nach außen sendet der erlebten Wirklichkeit so zusammenhängen muss.

00:07:04: Und glaube ich auch noch andere Lebensbereiche oder Lebensphasen, in denen man sich viel vergleicht was ich somit bekomme.

00:07:09: Mutterschaft kann auch so ein Thema sein zum Beispiel.

00:07:12: Ja also da kommen wir später nochmal drauf dass vielleicht auch gerade Phasen von Veränderungen oder einer höheren subjektiven Unsicherheit mit Viel Vergleich einhergehen können.

00:07:24: Ist denn Vergleiche ein Problem?

00:07:26: jetzt Sie?

00:07:27: Sollten wir jetzt das vergleichen abschaffen.

00:07:31: Das glaube ich können wir gar nicht, weil vergleichen total menschlich und normal ist das macht unser Gehirn ganz automatisch, weil wir uns ja die Wirklichkeit und auch unsere Selbstbild zu konstruieren und uns auch selbst erkennen über uns selber etwas lernen indem wir auch auf andere schauen also uns damit so Fragen beantworten wie wer bin ich eigentlich was kann Ich gut was mag ich?

00:07:55: Was mag ich nicht?

00:07:55: wo grenze ich mich auch von anderen ab?

00:07:58: Also das ganze Thema Identität passiert auch nicht im luftlären Raum, sondern immer auch mit anderen Menschen um uns herum und mit Annäherung und mit Abgrenzung.

00:08:08: Wenn ich jetzt nach vergleichen gefragt habe – ich bin nochmal gespannt ob sich irgendeiner vielleicht gefühlt neutral verglichen hat, also so verglichene hat ohne dass da eine affektive Bewertung oder ein effektives Gefühl dazu kam, also was wie?

00:08:20: oh, ich fühle mich unzulänglich oder ich bin stolz als irgendein affektives Gefühl.

00:08:25: Und eigentlich kann vergleichen ja auch etwas sein, um sich selber einzuordnen.

00:08:30: Sich selber einzuschätzen wie du es mit Identität gerade gesagt hast.

00:08:33: Also ein Gefühl dafür zu kriegen was kann ich wer bin nicht wer bin ich nicht?

00:08:38: und das finde ich eigentlich in total schönen Gedanken dass ist gar nicht so einen gut schlecht oder gar nicht auf der Ebene sein muss sondern eher auf der Ebene so in Redaktion zur Umwelt treten und mich in redaktionen zur Umwelt setzen und stellen Und das finde ich was total Schönes.

00:08:52: Auch zu merken, du warst in deinem Leben jetzt nicht die krasse Sportlerin.

00:08:57: Das war vielleicht nicht deine Identität.

00:08:59: Gleichzeitig hast Du auch ein kleines Gewicht, was Du hebst also ein bisschen was davon machst Du ja auch schon.

00:09:04: Vielleicht entwickelt sich Sport irgendwie mehr als wert für Dich oder Kraft oder Körperlichkeit oder so.

00:09:10: Also dass man so ein bisschen schaut okay wer bin ich?

00:09:12: Wer bin ich nicht?

00:09:12: Wo bin ich im Wandel?

00:09:13: Wo ändert sich etwas?

00:09:15: Das finde ich eigentlich was total schönes fast auf der Ebene wenn man es eher so sieht.

00:09:22: Ja, voll!

00:09:23: Und eben auch einfach notwendig.

00:09:26: Das gehören auch andere Menschen als Orientierungspunkte nutzt und auch evolutionspsychologisch war das sinnvoll, dass wir durch Vergleiche eine Art von Zugehörigkeit erlebt haben, dass auch ne Gruppe ne Art von Status oder Hierarchie bilden konnte und dass wir auch Durchbeobachtung lernen konnten.

00:09:46: Der ist mir ähnlich und er schafft eine gewisse Sache.

00:09:48: ja dann kann ich die vielleicht schaffen.

00:09:51: Und deshalb auch der Danke kam mir jetzt gerade ja auch so.

00:09:55: was wie Repräsentation für Menschen total wichtig ist, also jemanden zu sehen den man als ähnlich erlebt er etwas schafft macht es für mich sehr viel wahrscheinlicher überhaupt zu versuchen das zu schaffen.

00:10:07: da gibt's ganz unterschiedliche Beispiele im Bereich Frauen in bestimmten Position machen dann Mehr Mut, mehr wahrscheinlich dass jemand anders sich damit vergleichen und denkt, für mich ist es auch möglich.

00:10:18: Oder People of Color oder so.

00:10:20: Also da einfach auch Vorbilder zu haben.

00:10:22: Ist auch so ein ganz positiver Teil von Vergleich.

00:10:27: Ja!

00:10:28: Und was ich auch nochmal ganz wichtig finde also einen Grund warum wir uns vergleiche ist einfach auch Unsicherheitsreduktion.

00:10:36: Also, man kann ja auch vergleichen als ein Abgleichen sehen.

00:10:40: Also wenn ich jetzt beispielsweise... Ich habe Google Maps und bin unterwegs und dann hilft es mir auch zu gucken, bin ich jetzt schon weiter von meinem Startpunkt nach Norden gegangen oder hab' ich mich noch Süden bewegt?

00:10:51: Und dann kriege ich Sicherheit und Orientierung.

00:10:57: Es kann gleichzeitig auch Unsicherheitreduktion auf einer noch breiteren Ebene sein und zwar dass ich vielleicht auch im Kontakt mit mir Unsicherheit erlebe, dass ich mich vielleicht nicht gut spüre.

00:11:09: Dass ich mich nicht gut fühlen kann.

00:11:11: Also dass sich selber ein Gefühl vielleicht auf Verlorenheit, vielleicht auch Hilflosigkeit ummacht also das ich so Gefühle habe oder Erhaltlosigkeit und dass ich durch die Vergleiche dann diese Gefühlle vermeide Also indem ich in die Vergleiche gehe, indem ich ins Außen gehe mit meiner Wahrnehmung und auch in die Kognitionen.

00:11:30: Also Vergleich kann ja sowohl was unwusstes sein es kann aber auch auf kognitiver Ebene ablaufen gerade wenn wir es dann benennen oder verbalisieren.

00:11:37: Dann vermeide ich sozusagen eigentlich mit mir um meinen Gefühl in Kontakt zu gehen.

00:11:40: also das finde ich auch noch mal einen wichtigen Punkt dass vergleich eigentlich eine Vermeidung sein kann eine Vermeilung mich zu spüren.

00:11:46: Also das sind ja verschiedene Brillen jetzt da drauf, weil ich erst ja vorhin gesagt habe Vergleich als Orientierung oder auch Identitätsbildung.

00:11:52: Das ist die eine Brille und die andere Brille ist vergleich kann auch Vermeidung sein oder auch weg von mir sein.

00:11:58: Ja und ich finde es immer sich so vorstellen dass man halt immer wieder guckt bin nicht noch gut genug gehöre ich hier noch dazu.

00:12:04: Bin ich schön genug schlau genug beliebt genug also dass da immer wieder So ein Check nach außen so einen Blick nach Außen stattfindet um mit einem unsicherheitsunsicherheitsgefühl auch umzugehen?

00:12:16: Eine wichtige Theorie im Bereich Vergleich ist die Theorie des sozialen Vergleichs von Festdinger.

00:12:22: Die ist schon ganz schön alt, die ist von ... Die haben wir auch in unserem Psychologie-Studium gelernt.

00:12:29: Wir haben gerade nämlich noch mal den Aronson rausgeholt.

00:12:31: das ist die Sozialpsychologie Bibel in Anführungszeichen, von der wir gelernt haben und da steht ja auch noch so als die grundlegende Theorie drin, die dann auch ganz viel am Jahr überprüft und erforscht wurde.

00:12:46: Und Festdinger sagt darin, dass wenn objektive Maßstäbe fehlen und wir uns unsicher fühlen dann vergleichen wir uns genau in dem Bereich mit anderen.

00:12:56: Bereiche können ganz unterschiedlich sein Erfolg Attraktivität Beziehung Elternschaft Karriere also häufig das wo wir uns gerade unsicher fühlen.

00:13:06: Also da wird schon ganz deutlich das Vergleich ein eben etwas ganz menschliches und etwas ganz normales ist und dass es gleichzeitig Person geben kann, die das in einem sehr starken Ausmaß machen.

00:13:17: Darauf wollen wir jetzt genauer eingehen.

00:13:20: Nora, warum vergleichen manche Menschen sich besonders häufig und besonders stark?

00:13:26: Ja aus psychodynamischer Perspektive von der ich her komme würde ich immer schauen welche Funktion haben Vergleiche und auch welche biografischen Prägungen bringen wir mit?

00:13:37: Und in der Psychodynamik gehen wir davon aus, dass es in der Kindheit Konflikte gibt.

00:13:42: Konflkte zwischen widersprüchlichen Bedürfnissen oder wünschen impulsen verbotenen Dingen die wir irgendwie lösen und die Lösung funktioniert unterschiedlich gut.

00:13:54: Nun manchmal gibt das dann sozusagen noch einen ungelösten Konflikt, der weiterwirkt.

00:13:59: Wenn ich da jetzt mit dem psychodynamischen Blick mir das Thema Vergleiche angucke dann gibt es da verschiedene Ebenen, die man tatsächlich sehen kann.

00:14:09: Und es gibt so verschiedene Konflikte in der Psychodynamik unter anderem auf der offensichtlichen Ebene den Selbstwertkonflikt also dass ich selber beide Impulse habe einmal mich minderwärtig zu fühlen aber vielleicht auch das Bedürfnis nicht überhöhen oder eher höhen.

00:14:26: Also auch psydynamisch würde man sagen ist ein narzistisches Motiv und es ist im Psydianamischen nicht so gemeint wie patolisiert pathologisierend eine narzissische Persönlichkeitsstörung und auch nicht in einem krankertwertigen Sinne, sondern eher im Moment damit die Selbstrede-Regulation.

00:14:47: Und wir alle haben den Bedürfnis, als Kind danach uns gut zu fühlen, uns gesehen zu fühle, anerkennung zu bekommen.

00:14:56: Gleichzeitig kann es auch Angst machen, zu viel Anerkennungen zu bekommen Und wir versuchen unseren Selbstwert zu regulieren und da können wir verschiedene Strategien anwenden.

00:15:08: Und gerade wenn wir Themen haben von der inneren Minderwertigkeit, weil da bestimmte Immunzale Bedürfnisse auch nicht erfüllt wurden früher oder es keine validierenden positiv spiegelnden Bezugspersonen gab oder keine Bezugspersonen die ja auch realistisch begrenzt haben – also mancher gibt's ja Eltern, die vielleicht nur überhöhen und gar keine realistische Begrenzung geben.

00:15:28: Und auch kein Gefühl von selbst bilden können, weil sie keine realisticche Spiegelung machen sondern nur eine Überhöhung.

00:15:33: also dann kann es auch auf einer Problematik in der Ebene kommen.

00:15:37: Dann haben wir Probleme unsere Selbstzeit zu regulieren und wir wollen vermeiden uns minderwertig zu fühlen und dann überhören wir uns das wäre jetzt Beispiel auch sich mit anderen zu vergleichen um sich dann besser zu fühln.

00:15:49: oder Wir haben so eine Tendenz, den in ein schlechtes Selbstwertgefühl zu gehen.

00:15:56: Also uns auch vielleicht schwach zu fühlen weil das vielleicht auch einen Nutzen hat.

00:16:00: also auch das kann etwas sein was wir in der Kindheit gelernt haben oder was uns ja was wir was wir unbewusst vermittelt bekommen haben wo wir sozusagen unsere zweite Aufrechter halten oder auch was und da kann ich die selbst erfolgen zu empfehlen gerade die auch mit dem psychischen Hintergrund mit siebgemahlener Reihe wo wir auch die biografische Faktoren uns angeguckt haben dass es beispielsweise Auch dazu führen kann, dass ich mich sehr klein halte.

00:16:23: Weil es vielleicht stark und groß zu sein gefährlich war in der Kindheit.

00:16:27: Und ich halte mich dann auch mit einer inneren Abwertung selber klein.

00:16:31: Vielleicht weil's gefährlich waren genauso stark zu sein wie die Mutter oder der Vater oder so.

00:16:37: Wenn ich diesen inneren Drang habe, wie mich immer abzuwerten ... Es kann ein Gefühl von Kontrolle geben, weil das ist immer die Ebene.

00:16:48: und also auch Sicherheit.

00:16:50: Und wenn ich da den Drang zu habe, dann kann es sein, dass ich häufig tendiere mich dazu mit anderen eher so zu vergleichen, dass sich schlechter abschneide weil ich dann immer wieder Mediebestätigung gebe.

00:17:00: Ich bin doch nicht gut genug.

00:17:02: Das ist für die Selbstseitebene.

00:17:04: Geschwisterthemen können sich totaler Vergleiche auswirken Also auch... Da kannst du dich selber mal fragen Wie war's denn mit Geschwisters wenn Du welche hattest?

00:17:15: Warst du eher die starke, die verantwortungsvolle oder der disziplinierte?

00:17:21: Oder der laute.

00:17:23: Oder die unordentlichere also... oder die liebe, die brave, der böse, die böse!

00:17:28: Also guck mal wer du warst in den Vergleichen.

00:17:32: Wurdest du eher aufgewertet.

00:17:34: Manche Eltern machen das ja auch im Sinne von, guck doch mal die Anna, die macht das so toll also um sowas educative satirisches zu haben und werten dann ein Kind aus oder werden ein anderes Kind ab?

00:17:45: Also das machen Eltern ja manchmal.

00:17:47: da kannst du dich mal fragen was was da so dass ist was du damit verbindest Und auch generell wie gesehen hast du dich gefühlt.

00:17:54: Wie gesehen hast Du Dich gefühelt und es kann noch sein dass gerade wenn wir uns nicht gesehen fühlen dass wir umso mehr in die Tendenz zum vergleichen geraten, weil wir eben keinen Orientierungspunkt gegenüber haben.

00:18:09: Wenn uns das Gegenüber nicht sieht und nicht spiegelt dann muss ich mich ja vergleichen um irgendwie ein Gefühl zu haben wer ich bin wie ich bin und vielleicht die Hoffnung ich kann doch noch was ändern.

00:18:18: Also auch das ist hier das Thema gerade wenn ich eher konfrontiert bin mit nicht so liebevoll sicherspiegelndem Bezugsperson dass ich denke ich muss irgendwie etwas kontrollieren können.

00:18:28: und Vergleiche können eine Illusion von Kontrolle sein.

00:18:31: Wenn ich mich vergleiche, dann könnte ich ja was ändern.

00:18:34: Also jetzt vor allem Vergleich nach oben.

00:18:37: Dann könnte ich doch noch die Liebe bekommen, die ich vielleicht nicht bekommen

00:18:39: habe.".

00:18:40: Das kann eine Funktion davon sein!

00:18:43: Ja und vielleicht auch nochmal... also das war da schon so angedeutet.

00:18:47: Es gibt hier auch den Ödipalenkonflikt.

00:18:51: Die Hypothese ist dabei dass ein Kind sozusagen das gegengeschlechtliche Elternteil toll findet, dem nahe kommen will.

00:19:01: Das für sich gewinnen will und mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil

00:19:06: rivalisiert.".

00:19:07: Also ich will meinen Papa, dass der mich toll finde.

00:19:11: Dass er mir ganz viel Zuwendung und Aufmerksamkeit schenkt.

00:19:13: Weil es vielleicht auch spannend ist, der ist irgendwie anders als ich.

00:19:15: Man hat dann also das Sybothese, dass man sich da so hingezogen fühlt zu und die Aufmerksamkeit bekommen will.

00:19:21: Und dann merkt man aber, ah, da gibt's noch die Mama!

00:19:24: Der Papa mag auch die Mama... ...und es ist ja ein bisschen wie eine Gefahr dann weil sie kriegt ja auch Aufmerksamkeit Und ich will vielleicht auch gegen die Mama gewinnen und den Papa ganz ziemlich alleine haben, das besagt die Hypothese zumindest.

00:19:36: Dann konkurriere ich mit der Mutter in dem Fall.

00:19:39: Auch da kann es sein, dass es gefährlich wäre mich über die Mutter zu heben... ...und ich dann mit einer eigenen inneren Abwertung schuld vermeide!

00:19:49: Weil sonst wär' ich ja schuld wenn ich jetzt sozusagen nicht über die mutter erhebe.

00:19:54: Und der Vergleich, so eine innere Ordnung von ich bleibe schwach.

00:19:58: Ich bleibe in einer schwächeren Position aufrechterhält.

00:20:02: also auch das kann ein Hintergrund wenn man jetzt von dieser psychodynamischen Brille guckt von vergleichen sein.

00:20:09: Hast du noch Ergänzung Jesse aus der Verhaltenstherapie?

00:20:13: Ja finde ich mega spannend!

00:20:14: Danke dass du die unterschiedlichen Aspekte oder Theorien der Psychodynamik da so eingebracht hast.

00:20:24: Wie wurde mit Vergleichen in der Biografie, in der Kindheit umgegangen?

00:20:27: ist auf jeden Fall auch an der Verhaltenstherapie ein wichtiger Erklärungsansatz.

00:20:32: Also gab es vielleicht Vergleiche zwischen Geschwistern was du gerade auch schon erklärt hast?

00:20:37: Gab's da vielleicht einen immer so gegeneinander gehalten werden oder... Vielleicht wurde man auch nicht explizit verglichen, aber schon auch immer viel bewertet.

00:20:47: Und es gab vielleicht so einen Leistungsdruck oder ein sehr leistungsorientiertes Elternhaus.

00:20:52: Vielleicht hat man auch viel Kritik erlebt und gemerkt, okay, es gibt auch immer richtig oder falsch – ich muss irgendwie gucken dass sich immer auf der richtigen Seite stehe, hoher Erwartung oder es kann auch passieren das vielleicht einfach über Modell lernen gesehen wird.

00:21:09: Okay, wir bewerten scheinbar andere Menschen.

00:21:11: Also Vergleiche passieren einfach auch viel und da muss man auch ein bisschen sagen dass das auch kulturell in unserer Gesellschaft auch viel passiert mit vergleichen oder dass wir auch viel damit aufgewachsen sind.

00:21:23: Auch alleine in der Schule.

00:21:25: also Leistungsleistung wurde belohnt und Nichtleistungen wurde dagegen eher bestraft.

00:21:32: was sozialemotionale Kompetenzen und Sicherheit angeht da und auch Erfahrungen im Bindungsbereich Da können auch unterschiedliche Ursachen für hohe Vergleichsanfälligkeit, wenn ich das mal liege.

00:21:45: Wenn ich mich sozial unsicher fühle dann schaue ich in sozialen Situation immer ganz besonders darauf wie werde ich wahrgenommen?

00:21:53: Wie werde ich angenommen?

00:21:54: Wir werden andere angenommen und interpretiere es dann auch dementsprechend.

00:21:58: oder wenn ich Bindungsthemen habe oder ein eher unsicheres Selbstbild Das Selbstwertgefühl ist auch enge verbunden mit einer Tendenz zu vergleichen oder zumindest dann auch die Vergleiche sehr stark auf sich zu beziehen.

00:22:11: Ich kann ja auch vergleichen und es trotzdem auf dieser reinen sachlichen Ebene lassen, oder ich kann das sehr stark on mich beziehen und denken dann stimmt was mit mir nicht?

00:22:22: Oder bin ich nicht genug?

00:22:25: Dann gibt es häufig einen hohen Zusammenhang mit einem verletzlichen Selbstwertgefühl.

00:22:32: an der Stelle auch nochmal der Hinweis, wenn ihr da tiefer einsteigen wollt.

00:22:37: Dann ist die Memberschaft glücklich verbunden, auch euer Ort um zu

00:22:39: üben.".

00:22:41: Ja und auch Verhaltenstherapeutin kann man auf die Glaubenssätze schauen, die man gelernt hat.

00:22:46: wie.

00:22:47: das könnte so was sein wie ich bin nur wertvoll, wenn ich leiste Ich muss immer die Beste sein oder ich muss immer besser sein, um dazuzugehören?

00:22:55: Ich muss sowas ganz besonderes sein Oder ich muss mithalten also ganz individuell mögliche Botschaften, die wir vielleicht für uns internalisiert haben.

00:23:05: Und nachdem wir uns dann immer ausrichten und gucken ist das hier gerade noch sicher bin ich ja gerade noch da wo ich gern sein

00:23:13: möchte.".

00:23:18: Es gibt verschiedene Arten von Vergleiche.

00:23:20: Wir haben uns jetzt vor allem bezogen auf Aufwärtsvergleich, also das Vergleich mit Menschen die scheinbar und scheinbarmöchtig fett marken kann, die scheinar erfolgreicher kreativer glücklicher weiter sind.

00:23:31: Das hat Blut gesagt beim Sport, das habe ich vorhin gesagt mit der Supervisorin.

00:23:35: Und da haben wir beide jetzt aber gleich Vergleiche genannt, wo wir unsere menschenmöglichen haben, die sozusagen irgendetwas erreicht haben oder wir gerne wahrscheinlich beide hin wollen würden oder zumindest dass irgendwie interessant finden.

00:23:46: Das kann inspirieren, wie es wahrscheinlich bei dir und bei mir gemacht hat.

00:23:49: Ich bin ja auch so ah cool!

00:23:50: Ich will so sein wie die Supervisorin.

00:23:52: Deswegen gehe ich da weiter in eine Supervision.

00:23:55: Das ist ja auch inspirierend und motivierend.

00:23:58: Und bei dir kann das ja tatsächlich auch motivieren im Sinne von ich beginne gerade und da könnte ich vielleicht hinkommen wenn ich jetzt regelmäßig mit den Gewichten trainiere oder so.

00:24:05: Also es kann ja natürlich auch motiviert.

00:24:08: Es könnt aber auch Selbstzweifel verstärken.

00:24:09: Also wenn du mir jetzt gedacht hast, oh Mann wie soll ich das denn schaffen mit diesen Gewichten und nicht relativiert hast.

00:24:16: Ich bin ja gerade noch am Anfang oder vielleicht auch ich ernähre mich einfach nach Lust und Laune und die machen einen krassen Ernährungsplan oder so.

00:24:24: Wenn man sowas nicht einbezieht könnte es leicht aber auch Selbstzweifel verstärken.

00:24:28: oder es könnte auch Neid auslösen Im Sinne von, wenn ich jetzt auf die Supervision nur neides bin und vielleicht auch die Supervision dann sogar abbreche, weil ich das nicht gut aushalten kann.

00:24:37: Dass sie so gut ist oder so... Also es könnte ja auch, was vielleicht auch realistisch ist, den Freundschaften, wenn man vielleicht neidempfindet, dass man sich gut halten kann und dann vielleicht sogar destruktiv auf die Beziehung auswirkt oder man das sogar in Kommentaren in der Freundschaft den anderen spürbar machen lässt, weil man es vielleicht nicht gut aushalten kann, sich in dem Bereich schlechter zu fühlen?

00:24:58: Ja, und es gibt auch eine Meteranalyse die ich in der Vorbereitung gefunden habe von Jonathan Gerber.

00:25:04: Der sechzig Jahre Forschung zum Thema Vergleiche ausgewertet hat und dabei entdeckt hat dass diese Aufwärtsvergleiche deutlich überwiegen also das wir eher dazu tendieren automatisch Menschen zu suchen die weiter sind als wir Und wir uns auch ganz häufig vergleichen ohne dass wir's überhaupt bemerken.

00:25:20: Das finde ich auch noch mal wichtig dass es so oft glaube ich unbewusst abläuft Aber es gibt ja auch die Abwärtsvergleiche, also dass man sich mit Menschen vergleicht denen es schlechter geht.

00:25:30: Das kann tatsächlich auch sein, dass man damit auch ein eigenes Minderwertigkeitserleben abwehrt und vielleicht auch eine eigene Schamabwehrt.

00:25:38: Es gibt ja tatsächlich so klassische Beispiele das dann Menschen tatsächlich gerne in bestimmter Art von Fernsehsendungen gucken und sich dann über die Menschen irgendwie vielleicht auch lustig machen oder auch, dass man durch die Gegend geht und vielleicht abwertende Kommentare macht.

00:25:51: Und das ist ja auch häufig eine Form von einem Abwärtsvergleich, der ein, das eigene Set Gefühl natürlich erhöht.

00:25:58: Aber eben auf ne ja unschöne Art und Weise würde ich einfach mal so sagen.

00:26:03: Ja genau!

00:26:05: Mit einer kleinen Wertung.

00:26:06: Genau es hält an ja auch weiter in dieser Logik.

00:26:08: Einer ist der bessere und einer ist der schlechtere Und bei dem einen schneide ich schlechter ab mit Anführungszeichen und beim anderen schneide der andere besser ab.

00:26:17: Aber bei beiden Mal bestätige ich mir, ja es gibt eben auch dieses Besser oder Schlechter.

00:26:24: Ja!

00:26:25: Was ich auch machen kann ist ein sogenannte horizontaler Vergleich also wo ich mich mit Menschen vergleiche die mehr ähnlich sind was vielleicht helfen könnt.

00:26:34: zur Orientierung was oft realistischer ist Ja, und ich glaube es gibt auch da alles Mögliche dazwischen.

00:26:39: Also habe ich gerade gedacht beim Aufwärtsvergleich kann ich ja jemanden nehmen der vielleicht einen Schritt weiter ist auf etwas... zum Beispiel ich möchte mir ein Business aufbauen und ich suche bei jemandem der vielleicht schon den einen Schritt weiterhin ist oder ich vergleiche mit jemanden der schon ein super erfolgreiches Start-up hat oder so und je nachdem kann das ja auch unterschiedliche Gefühle auslösen Wobei wir eher dazu tendieren, uns mit Leuten zu vergleichen.

00:27:04: Die nicht zu unterschiedlich sind, weil wir da schon ein Erleben für haben.

00:27:08: Dass ich mich eher mit jemandem vergleiche, mit dem auch etwas gemeinsam habe statt... Jetzt gehe ich nur mal zum Sportbeispiel, dass ich mich mit einem Bodybuilder, der das seit zehn Jahren macht, vergleichte davon unabhängig, dass sich das auch nicht möchte.

00:27:22: Aber da würde schon meinen Kopf mich gar nicht erst mit vergleichenen, weil es gar nicht so realistisch

00:27:29: ist.".

00:27:30: Und dazu passt vielleicht auch die Studienlage zu Menschen mit Depressionen und Angststörungen.

00:27:36: Weil man da gefunden hat, wenn man sich angeschaut hat, mit wem vergleichen diese Menschen sich, dass sie sich häufiger mit scheinbar unerreichbaren Personen vergleichern.

00:27:46: Man könnte sagen so ein bisschen einen unfaireren Vergleich auch ziehen für sich selbst und das dadurch eher in Selbstabwertung oder einem Kreislauf aus Scham, Minderwertigkeit und Hoffnungslosigkeit endet.

00:28:00: Ja ich finde es kann man sich auch einfach sehr gut vorstellen, dass je nachdem mit wem ich mich vergleiche und auch mit welchem Selbstbild, mit welcher eigenen Stimmung und mit welchen Intention ich da reingehe, dass das ja auch wirklich sehr negativ für meine Stimmung

00:28:20: Ja und ich finde es auch gerade heutzutage im Kontext von Social Media so unheimlich wichtig, weil das wenn nicht ganz gefährlich ist ein Anführungszeichen.

00:28:30: Also ja vielleicht wirklich zumindest für die mentale Gesundheit, zumindest nicht unterstützend dass man da ja häufig wirklich in einer Bubble ist, die sogar noch dem eigenen Algorithmus entspricht.

00:28:43: Das heißt man formt sich auch noch lauter Input von lauter Dingen die vielleicht im eigenen Ideal selbst entsprechen.

00:28:51: Und sei das jetzt irgendwelche Happy Family-Babyfotos, wenn man eigentlich einen Kinderwunsch hat oder irgendwelchen krassen Modefotoes, wenn mal irgendwie Mode aus in einem wichtig ist?

00:29:02: Oder krasse Urlaubsreiseleute und Reals oder so, wer man eigentlich von der Welträuse träumt... ...und durch den Algorithmus kreiert man sicher dass das ständig ein in den Feed gespült wird.

00:29:15: Und ja, alles auf eine Art und Weise – das sind die Alles-Accounts wie das Darstellen.

00:29:18: Das macht hier auch der Algorithmus noch eine Weise, die sehr idealisierend ist.

00:29:22: Also eigentlich sehr perfekt!

00:29:25: Man denkt, dass es alles erreichbar, das ist auch alles wie im Bilderbuch?

00:29:29: Ich habe das nicht.

00:29:30: Man sitzt dann selber auf dem Sofa oder im Bett, sollte eigentlich aufstehen und schaut sich stattdessen die ganze Zeit irgendwelche Weltreise oder erfolgreiche Business-Videos an oder so.

00:29:42: Bildet sich im Gehirn auch so eine Art Verfügbarkeitsheuristik, also was wir häufig sehen wirkt normal für uns.

00:29:48: Das heißt auf einmal kommt es uns ganz normal vor dass alle Menschen reisen oder das alle Menschen Anfang dreißig Stunden super gut bezahlten Job haben.

00:29:55: Dass alle Menschen als Creators und Influencer auf Instagram arbeiten Leben können auf irgendwelchen Inseln oder so.

00:30:04: Auf einmal wiegt das alles normal?

00:30:06: Erfolg wirkt normal, Schönheit wird normal abgesehen von natürlich Filtern

00:30:09: etc.,

00:30:09: also es gibt natürlich auch noch Filter

00:30:11: etc.,

00:30:12: glückliche Beziehungen wirken normal und die Realität wird verzerrt Und es entspricht sogar noch meinem eigenen Wunsch, das finde ich auch immer wichtig bei Social Media.

00:30:20: Das könnte natürlich auch im Alltag sein.

00:30:22: aber am Alltag ist man viel mehr mit der Realität konfrontiert Und auf solche Media erschafft man sich ja so eine kleine Mini-Bubble, wo man nur das bekommt.

00:30:31: Und wenn man sich dann noch, das pusht ja eigentlich auch noch Vergleiche.

00:30:34: Deswegen ist es glaube ich etwas was gerade, wenn man da noch dazu neigt, sich eh aufwärts zu vergleichen und sich dann schlecht zu fühlen, dann ist es nicht hilfreich.

00:30:45: Wenn man jetzt sagt okay, ich finde das super inspirierend!

00:30:47: Ich gucke hier so einen Real von jemandem der wirklich reißt und deswegen bin ich jetzt super motiviert jetzt wirklich schnell aufzustehen um mich dann noch an meine Masterarbeit zu setzen damit ich danach auch reisen kann Dann könnte es auch hilfreich sein, denke ich.

00:30:57: Als ich habe Inspiration an sich ist was Hilfreiches.

00:31:00: Das, was mich inspiriert, würde ich sagen das lasst das gerne weil Inspiration eine ganz hilfreiche Kraft.

00:31:06: aber wenn es dazu führt dass du dich gerade weil du vielleicht grad mit Instagram procrastinierst erst recht schlecht fühlst, ist nicht hilfreich.

00:31:13: also prüft da für dich was ist für dich hilfrei und was nicht.

00:31:17: Ja ja auch bezogen auf Körperbild Bewertung von Körpern spielt das ja ne riesige Rolle wenn ich da immer nur Norm, schöne, wunderschöne Menschen sehe und das wird ja dann irgendwann einfach meine Realität.

00:31:31: Unser Gehirn hat ja auch dieses Vergleichen angefangen in einer sehr überschaubaren Gruppe.

00:31:35: Einfach in der vielleicht evolutionär in der Gruppe, in der ich gelebt habe die ... Ich weiß nicht, hundert Menschen oder so um da meinen Rang in der Group zu finden.

00:31:45: aber über Social Media kann ich mich ja mit jedem auf der Welt vergleichen mit unglaublich vielen Menschen genau häufig auch genau auf denen Ebenen Dimensionen, die mir vielleicht auch gerade wichtig sind.

00:31:59: Oder mit jedem nur auf der Dimension, die er zeigt von seinem Leben und nur mit den Highlights.

00:32:05: Ich vergleiche ja mein Inleben, mein ganzes Bild mit Stärken, Schwächen, guten und schlechten Tagen, mit den absoluten Highlights von anderen Menschen oder perfekt ausgeleuchteten Situationen.

00:32:17: Und das alles... weiß ich vielleicht auch, aber trotzdem kann sich da auch wie so ein Sog entwickeln und dieses Vergleichen einfach einen unzufriedenen Beigeschmack zurücklassen.

00:32:32: Ja!

00:32:32: Und da ging es ja schon ganz viel darum.

00:32:35: was steckt dahinter?

00:32:37: Ich glaube, was mir wichtig wäre wenn du das mitnehmen würdest ist... dass Vergleiche oft wirklich wenig mit der anderen Person zu tun haben und meistens mit uns.

00:32:49: Und mit unserer inneren Dynamik, auch mit projizierten inneren Ideal-Delbstanteilen die wir ins Außen legen im Außen wahrnehmen und dann uns deswegen vielleicht auch schlecht fühlen weil wir da vielleicht doch irgendwas idealisieren oder das in uns noch nicht haben.

00:33:05: Was ich vielleicht schön finde, vielleicht magst du das für dich ausprobieren mal versuchen mehr Bewusstheit dafür zu kriegen Wann vergleiche ich mich, wie fühlt sich das an und wie geht's mir da durch?

00:33:16: Also dass einfach mal bewusst erwarten zu nehmen.

00:33:18: Vielleicht ist es etwas was dieser Folge schon mitnehmen magst Und auch zu schauen wann bin ich im Außen und wann bin nicht bei mir?

00:33:26: und wo könnte ein Vergleich vielleicht auch etwas vermeiden also vielleicht auch eine eigene Unsicherheit oder Gefühle und Kontakt mit mir und das wäre nicht schön wenn du das vielleicht mitnehmen würdest.

00:33:36: Ja, wenn du magst auch mal ausprobierst.

00:33:38: Das finde ich super spannende Reflexionsfragen und sich da bewusster zu werden, sich selber dann mehr auf die Schlöche zu kommen ist schon total hilfreich!

00:33:46: Wir kommen für den ersten Teil von unserer kleinen Vergleichsreihe auch schon zum Ende und im zweiten Teil in der nächsten Folge wird es um konkrete Schritte gehen wie du gesünder vergleichen kannst, so mit deinem Vergleichen umgehen kannst dass es dir persönlich besser damit geht Und da haben wir ganz konkrete Schritte für dich.

00:34:09: Wenn dir diese Folge schon geholfen hat, dann gib uns super gerne ein Like, eine Bewertung, abonnier uns und seine die Folge vielleicht an jemanden der auch ein Thema mit vergleichen hat.

00:34:20: Genau!

00:34:21: Dann gibt es in der nächsten Folge ganz konkrete Schritte.

00:34:24: Schalte auf jeden Fall supergerne wieder dazu Und wir verlinken dir in der Folge in den Show Notes auch nochmal die Nummern von den Folgen, die du zum tieferen Verständnis noch mal hören kannst.

00:34:34: Da gibt es auch eine Folge zu Night, die ist relativ alt aber ganz wichtige Infos drin und sehr viele Selbstwertfolgen.

00:34:40: Vielleicht sehen wir uns an der Selbstwelt-Membership wenn du praktischer und tiefer einsteigen möchtest dein Selbstwertgefühl zu stärken.

00:34:47: Bis zum nächsten Mal!

00:34:48: Zum nächstem Mal!

00:34:49: Tschüss!

00:34:51: Vielen Dank dass du dir diese Folge angehört hast.

00:34:55: Wenn sie dich unterstützt oder inspiriert hat, schreibe einen Kommentar.

00:34:58: Schenk uns eine Bewertung und abonnier uns um keine Folge zu verpassen!

00:35:03: Du möchtest dein Selbstweltgefühl stärken?

00:35:05: Mit uns

00:35:06: an deiner Seite – und das in einer liebevollen Community.

00:35:09: Dann ist glücklich verbunden Deine Selbstwettmembership für Verbindungen zu dir und anderen.

00:35:15: genau richtig für Dich.

00:35:16: Den Link findest du in den Show Notes.

00:35:19: Dort findest auch die Anmeldung zu unseren Newsletter.

00:35:22: Darin teilen wir noch mehr psychologisches Wissen, behind the scenes mit uns rein und Infos zu unseren Angeboten.

00:35:29: Wir hören uns bis zum nächsten Mal!

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